Autor: Christoph Martsch-Grunau

  • Bericht für die Synode des Kirchenkreises Delmenhorst/Oldenburg-Land

    Zeitraum: 2023-2024, Stand 16.09.2024 (aktualisiert 16.11.2024)

    Einleitung

    Das Digitalpfarramt ist ein Projekt, das die Möglichkeiten digitaler Methoden in der Verkündigung des Evangeliums nutzen und weiterentwickeln soll. Ich, Christoph Martsch-Grunau, bin als Digitalpfarrer aktiv und konzentriere mich darauf, Menschen im Alter von 25 bis 39 Jahren anzusprechen. Diese Gruppe ist neugierig auf kirchliche Angebote, reflektiert ihren Glauben und erwartet ein authentisches Auftreten von Kirche und Mitarbeitenden.

    Vision und Zielsetzung

    Mein Ziel ist es, kirchliche Inhalte digital zugänglich zu machen, Jugendarbeit zu fördern, Bildungsprojekte zu unterstützen und die Organisationsentwicklung der Gemeinden voranzubringen. Meine Arbeit orientiert sich an der „Golden Circle“-Methode von Simon Sinek („Start with why“): Zuerst klären wir das „Warum“ der Idee, gefolgt vom „Wie“ der Methodik, bis hin zum „Was“ der konkreten Umsetzung – sei es analog, hybrid oder digital.

    Arbeitsschwerpunkte

    Repräsentation

    Ein zentraler Teil meiner Arbeit ist die Repräsentation des Kirchenkreises in der digitalen Welt. Unter dem Namen @elektropastor berichte ich auf Social Media über meine Tätigkeit als Pastor, teile persönliche Erfahrungen und spreche offen über meinen Glauben.

    Social Media Präsenz

    Ich nutze Plattformen wie Instagram, auf denen ich zwei Kanäle betreibe:

    • @elektropastor: Hier mache ich Werbung für meine PodPredigten, teile Stories und poste diverse Einzelbeiträge.
    • @werglaubtdennsowas: Hier liegt der Fokus auf Podcast-Werbung und dem Austausch mit der Community.

    Podcast-Formate

    Ich habe mehrere Podcast-Formate etabliert:

    • Gottesdienst-Podcast: Ursprünglich als CD verteilt (6500 Exemplare), jetzt nur noch digital verfügbar. In Zusammenarbeit mit Robert Vetter aus Stuhr.
    • PodPredigt: Mittlerweile mit 175+ Ausgaben, sozusagen die „Single-Auskopplung“ der Predigt aus dem Gottesdienst-Podcast.
    • Wer glaubt denn sowas: Mit sechs Ausgaben mit verschiedenen Interviewpartner:innen.

    Blog und Öffentlichkeitsarbeit

    Zudem betreibe ich meinen Blog auf elektropastor.de, auf dem ich meine Podcasts und weitere Inhalte veröffentliche. Außerdem bin ich im Beirat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises tätig.

    Weitere Projekte

    Vernetzung

    Vernetzung spielt eine zentrale Rolle in meiner Arbeit.

    Zusammenarbeit im Kirchenkreis und darüber hinaus

    Ich bringe Akteur:innen aus dem digitalen Raum, dem Kirchenkreis und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg (ELKiO) zusammen. Besonders wichtig ist mir der direkte Kontakt zu den Gemeinden. Aber auch externe Partner:innen bereichern meine Arbeit.

    Kooperationspartner:innen

    Ich arbeite mit einer Vielzahl von Kolleg:innen zusammen:

    • Pfarrer Robert Vetter: Zusammenarbeit bei der „PodPredigt“ und dem Gottesdienst-Podcast.
    • Popkantorin Karola Schmelz-Höpfner: Kooperation in musikalischen Projekten.
    • Social Media-Team der ELKiO: Zusammenarbeit mit Luise Pahl und Esben Fest.
    • Ehrenamtliche Unterstützung: Verschiedene Ehrenamtliche in Projekten und Gemeinden.
    • #DigitaleKirche-Community: Aktiver Teil der Social Media-Community.
    • Kulturzentrum Miskatonic Theater Harburg: Zusammenarbeit mit Lars Henriks und Nisan Arikan.
    • Guter Content UG: Zusammenarbeit mit Moritz Haase.
    • Hybride Gottesdienste: Kooperation mit Pfarrer Fritz Eckhardt aus Graz-Eggenberg.
    • Co-Working-Space „hyrst“ in Delmenhorst: Zusammenarbeit mit Sarah Koch.

    Empowerment

    Mein Ziel ist es, digitale Methoden für alle zugänglich zu machen.

    Schulungen und Beratungen

    Ich biete Workshops und Beratungen für Haupt- und Ehrenamtliche an. Technische Herausforderungen und kreative Lösungsansätze begeistern mich, und ich stehe als Ansprechpartner für Projekte rund um Technik und Social Media zur Verfügung.

    Künstliche Intelligenz in der Kirche

    Ein besonderer Fokus liegt derzeit auf der Erforschung der Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz in der Kirche, wobei sowohl Chancen als auch Risiken bewertet werden.

    Hier ist eine Übersicht meiner bisherigen und geplanten Workshops:

    • 20. April 2023: Einführung in das Thema KI (Referat Bildung der ELKIO)
    • 30. September 2023: Geist aus der Maschine (Firmandenworkshop mit einer kath. KG aus Varel)
    • 11. November 2023: KI, was glaubst du (Konfirmandenworkshop mit ev. Kirchengemeinde Ahlhorn)
    • 8. März 2024: Künstliche Intelligenz als Thema in der eigenen Konfigruppe
    • 12. März 2024: KI in der sozialen Praxis (Freiwilligendienste des Diakonisches Werk)
    • 8. Mai 2024: KI und Ethik (im Kreispfarrkonvent DOLL)
    • 16. Mai 2024: KI Onlineseminar: Wie rede ich mit KI, Prompting und Bedienung von ChatGPT (mit dem ev. Medienhaus Stuttgart)
    • 24. Oktober 2024: Fortbildungstag KI und Predigt (kath. Erzdiözese München)
    • 5. November 2024: Workshop KI und Predigt (mit dem Kreispfarrkonvent Friesland-Wilhelmshaven)
    • 6. November 2024: Kurzvortrag Pfarramtliche Arbeit mit KI am Beispiel Predigt (Ev. Bildungshaus Bad Bederkesa)
    • 16. Februar 2025: Zoom-Seminar zu KI und Öffentlichkeitsarbeit (ev. Kirchenkreis Tecklenburg)
    • 29.-30. März 2025: Beitrag zu KI im Forum Bibel des ev. Bildungshauses Rastede
    • 24.-28. November 2025: Pastoralkolleg Niedersachsen: Künstliche Intelligenz – Chance oder Risiko? (gemeinsam mit Informatikprofessor Dr. Oliver Kramer, Uni Oldenburg)

    Empowerment-Projekte

    • Beratungen zur Tontechnik: Besonders in Sandkrug und bei den 12 Aposteln Delmenhorst.
    • Digitaler Schaukasten: Einrichtung eines digitalen Informationssystems am Gemeindehaus der 12 Apostel.
    • Vorträge und Workshops: Moderation von Vorträgen über KI und Kirche, in Zusammenarbeit mit Informatikprofessor Dr. Oliver Kramer.
    • Workshops zum Thema KI: Kooperationen mit dem Evangelischen Medienhaus Stuttgart, der Katholischen Erzdiözese München und weiteren Einrichtungen, siehe oben.
    • Konfirmandenprojekte: Umsetzung des Krippen-Hörspiels „Gabriel regelt das für Sie“ und Unterstützung bei Medienprojekten auf einer Konfirmandenfreizeit.
    • Podcast-Workshop: Durchführung im Co-Working-Space „hyrst“ in der Delmenhorster Innenstadt.

    Gemeinschaft

    Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung von Gemeinschaft durch digitale Methoden.

    Hybride Gottesdienste

    Ich halte hybride Gottesdienste, wie beispielsweise bei den „12 Aposteln“ in Delmenhorst, und arbeite daran, dass diese Kirche ein verlässlicher Standort für hybride Formate wird.

    Ehrenamtsprojekte

    Gemeinsam mit Karola Schmelz-Höpfner habe ich das Projekt „ZündFunken“ durchgeführt, das analoge und digitale Methoden zur Förderung des Ehrenamts auslotet.

    Engagement gegen Rechtsextremismus

    Außerdem engagiere ich mich intensiv gegen Rechtsextremismus, unter anderem im Rahmen des Projekts #pfarrpersonengegenrechts von Pfarrerin Lena Müller aus Berlin sowie in Zusammenarbeit mit der Lokalpolitik. Dabei erforsche ich auch, wie Technologien wie 3D-Drucker die kirchliche Arbeit unterstützen können.

    Beurteilung des Arbeitsfortschritts

    • Repräsentation: Aufgrund der hohen Nachfrage in den Bereichen Vernetzung und Empowerment wurde die Produktion neuer Interview-Podcasts gebremst. Dennoch wurde ein neuer Bibelpodcast gestartet.
    • Vernetzung: Die Zusammenarbeit mit der ELKiO läuft gut, und die Arbeit mit den Gemeinden vor Ort nimmt zu, ist jedoch noch ausbaufähig.
    • Empowerment: Das Interesse an Künstlicher Intelligenz wächst. Dies bietet eine Chance für Wissensaufbau und Kooperationen.
    • Gemeinschaft: Die wachsenden Herausforderungen durch Rechtsextremismus verdeutlichen die Wichtigkeit der kirchlichen Präsenz, sowohl analog als auch digital.

    Ausblick

    Zukünftig plane ich, meine Arbeit weiter auszubauen, insbesondere den neuen Podcast „Die Bibel: Tiefer rein“ voranzutreiben, um Menschen dazu einzuladen, die Bibel aus neuen Perspektiven zu entdecken.

    Kontakt

    Hast du Fragen oder möchtest mehr erfahren? Ich freue mich über Nachrichten! Du kannst mich über meine Social Media-Kanäle oder über meine Kontaktdaten am Fuß der Webseite erreichen.

  • Wir sind Pfarrpersonen gegen Rechts!

    „Was in aller Welt ist mit euch los?“, fragte Pippi gereizt. „Ich will euch nur sagen, dass es gefährlich ist, zu lange zu schweigen. Die Zunge verwelkt, wenn man sie nicht gebraucht.“
    Astrid Lindgren: „Pippi geht an Bord“

    Wir, Svenja @frohebotschafterin, Tabina @inkentabinatanzt und Christoph @elektropastor, sind Pfarrpersonen der @kircheoldenburg in Delmenhorst-Stuhr und wir sind gegen rechts. Wir lassen unsere Zungen nicht verwelken und machen den Mund auf! Die Initiative #pfarrpersonengegenrechts geht von Lena @metablabla aus.

    Sie sagt dazu:

    „Als Pfarrpersonen sind wir der frohen Botschaft, dem Evangelium, verpflichtet. Jesus Christus nachzufolgen bedeutet, sich für Nächstenliebe, Gerechtigkeit und den Schutz marginalisierter Gruppen einzusetzen. Rechtsextremismus und -populismus sind damit unvereinbar. Die Aktion #pfarrpersonengegenrechts, die ich gestartet habe, soll das sichtbar machen und laut in die Öffentlichkeit tragen – auch aus einer historischen Verantwortung heraus. Kirche darf nicht schweigend zusehen, wenn Menschen wegen ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer Behinderung etc. Hetze und Diskriminierung ausgesetzt oder sogar von Deportation gefährdet sind.“

    (Interview von Lena mit @ekd.de )

    Wir sind dabei und zeigen Kante – mach auch mit! Jede:r kann sich gegen rechte Ideologien, Faschismus und Menschenfeindlichkeit positionieren.

    #pfarrpersonengegenrechts #christinnengegenrechts #menschengegenrechts #allegegenrechts #delmenhorst #düsternort #stuhr

  • Strukturideen für Predigten

    Strukturideen für Predigten

    Einleitung

    Ich beschäftige mich in letzter Zeit intensiver mit der Art und Weise, wie ich Predigten schreibe. Denn durch meine Beschäftigung mit dem Predigtschreiben per KI stoße ich auf ganz neue Möglichkeiten. Zum Beispiel ist es für die Erstellung einer Predigtgliederung ziemlich einfach, die Künstliche Intelligenz mal um die eine oder um die andere Struktur zu bitten.

    Moves & Structures

    Eine Vorgehensweise, die in der Homiletik, also der Kunst und Theorie der Predigtgestaltung, und unter Pastor*innen größeren Anklang gefunden hat, ist die „moves & structures“ Predigt. In Deutschland wurde sie durch die Arbeit von Martin Nicol und Alexander Deeg als „Dramaturgische Homiletik“ bekannt. Eins ihrer bekanntesten Bücher ist „Im Wechselschritt zur Kanzel“ (V&R ²2013).

    Ich bin allerdings durch meine Arbeit mit ChatGPT darauf gestoßen, dass die KI zwar durchaus diese homiletische Vorgehensweise kennt (!!), aber das Trainingsmaterial auf der Arbeit der amerikanischen New Homiletic-Bewegung, insbesondere des 2017 verstorbenen Presbyterianers David G. Buttrick, basiert. Die folgenden Ausführungen basieren daher auf diesen amerikanischen Grundlagen.

    Die Begriffe „moves“ und „structures“ werden in verschiedenen Disziplinen unterschiedlich verwendet, aber in der Homiletik haben sie spezifische Bedeutungen.

    1. Moves: In der Homiletik bezieht sich „moves“ auf die Fortschritte oder Abschnitte einer Predigt, die den Hörer von einem Punkt zum nächsten führen. Ein „move“ ist sozusagen ein Schritt in der Argumentation oder Erzählung, der dazu dient, den zentralen Punkt der Predigt zu unterstützen oder zu entwickeln. Es ist ähnlich wie ein Absatz in einem schriftlichen Essay, der eine bestimmte Idee oder einen bestimmten Punkt behandelt.
    2. Structures: „Structures“ bezieht sich auf die Gesamtorganisation oder das Gesamtschema einer Predigt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Predigt zu strukturieren. Einige Predigten folgen einer linearen Struktur, bei der ein Punkt logisch zum nächsten führt. Andere können eine zyklische oder repetitive Struktur haben, bei der ein zentrales Thema oder eine zentrale Idee wiederholt aus verschiedenen Blickwinkeln behandelt wird. Manchmal folgen Predigten auch einer erzählerischen Struktur, in der eine Geschichte oder ein Zeugnis im Mittelpunkt steht.

    Die effektive Verwendung von „moves“ und „structures“ in der Homiletik hilft dem*der Predigenden, die Botschaft klar und verständlich zu vermitteln und sicherzustellen, dass sie die gewünschte Wirkung auf die Zuhörer hat. Ein gutes Verständnis dieser Konzepte kann dazu beitragen, dass eine Predigt nicht nur theologisch fundiert, sondern auch rhetorisch wirkungsvoll ist.

    Moves

    Der Begriff „moves“ in der Homiletik wurde stark durch die Arbeiten von David Buttrick beeinflusst. Er argumentierte, dass Prediger während einer Predigt „moves“ oder „moves of thought“ nutzen sollten, um die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu halten und sie durch den Inhalt zu führen.

    Jeder „move“ hat dabei einen spezifischen Fokus oder eine spezifische Absicht. Hier sind einige Beispiele:

    1. Problematisierung: Der Prediger identifiziert ein menschliches Problem oder eine Frage, die durch einen biblischen Text oder eine theologische Wahrheit angesprochen wird.
    2. Illustration: Ein modernes Beispiel oder eine Geschichte wird verwendet, um einen Punkt zu verdeutlichen.
    3. Interpretation: Der biblische Text wird interpretiert oder erklärt.
    4. Anwendung: Die Bedeutung des Textes für das heutige Leben wird erörtert.

    Die Idee hinter „moves“ ist, dass eine Predigt nicht nur eine statische Darstellung eines biblischen Textes sein sollte. Stattdessen sollte sie dynamisch und beweglich sein, wobei jeder „move“ dem Zuhörer hilft, den zentralen Punkt oder die Botschaft der Predigt besser zu verstehen.

    Structures

    Während „moves“ sich auf die spezifischen Teile oder Abschnitte einer Predigt beziehen, beschreibt die „structure“ die Gesamtorganisation dieser Teile. Einige gängige Strukturen sind:

    1. Deduktiv: Beginnt mit einer allgemeinen Aussage oder These und arbeitet dann auf spezifische Anwendungen oder Beispiele hin.
    2. Induktiv: Beginnt mit spezifischen Beispielen oder Geschichten und arbeitet auf eine allgemeine Schlussfolgerung oder Anwendung hin.
    3. Narrativ: Erzählt eine Geschichte oder ein Zeugnis, oft mit einem klaren Anfang, Mittelteil und Ende.
    4. Vergleichend/Kontrastierend: Stellt zwei Ideen, Geschichten oder Konzepte gegenüber, um einen Punkt zu verdeutlichen.
    5. Zyklisch/Repetitiv: Ein zentrales Thema oder eine Idee wird wiederholt und aus verschiedenen Blickwinkeln behandelt.
    6. Problem-Lösung: Identifiziert ein Problem und präsentiert dann eine Lösung, oft basierend auf einem biblischen Text oder einer theologischen Wahrheit.

    Die Wahl der Struktur hängt oft von verschiedenen Faktoren ab: der Natur des biblischen Textes, der beabsichtigten Botschaft der Predigt, der kulturellen oder sozialen Kontext der Gemeinde und dem individuellen Stil des*der Predigenden.

    Ein effektiver Einsatz von „moves“ und „structures“ hilft nicht nur, den Inhalt klar zu vermitteln, sondern ermöglicht es dem*der Predigenden auch, auf die Herzen und Köpfe der Zuhörenden einzugehen und sie zur Aktion oder Reflexion anzuregen. Es geht nicht nur darum, Informationen zu übermitteln, sondern auch darum, die Zuhörenden zu einer tieferen Beziehung mit Gott und zu einem verantwortungsbewussten christlichen Leben zu führen.

    Strukturideen für die eigene Verwendung

    Die folgenden Listen sind aus einem Chat mit ChatGPT entstanden, in dem ich die KI nach weiteren Vorschlägen für Structures bat. Die Liste war so umfangreich und interessant, dass ich sie dir gerne zur Verfügung stellen möchte.

    Die Kategorisierung basiert auf den Gemeinsamkeiten in den Ansätzen, wie jede Struktur die Botschaft an das Publikum vermittelt. Jede Kategorie repräsentiert eine eigene Herangehensweise zur Kommunikation von Ideen, zur Engagement der Zuhörenden oder zur visuellen und emotionalen Darstellung der Botschaft.

    Sie sind nicht nur für Moves & Structures-Predigten interessant, sondern auch für viele weitere Einsatzgebiete von Predigt und Liturgie relevant.

    Analytische und Logische Strukturen

    AnalogischVerwendet Analogien und Metaphern, um komplizierte oder abstrakte Konzepte zu erläutern und das Verständnis der Zuhörer zu erleichtern.
    ApologetischZiel ist es, die christlichen Glaubensüberzeugungen zu verteidigen und Fragen oder Einwände des Publikums zu beantworten.
    DeduktivBeginnt mit einer allgemeinen Aussage oder These und arbeitet dann auf spezifische Anwendungen oder Beispiele hin.
    DiagrammatischVisualisiert komplexe Ideen und Konzepte durch Diagramme oder Modelle, um das Verständnis zu erleichtern und die Logik der Argumentation darzustellen.
    ExpositorischDiese Struktur ist darauf ausgerichtet, den biblischen Text sorgfältig zu erklären und anzuwenden. Jeder Abschnitt oder Vers wird detailliert analysiert, und die gesamte Predigt ist darauf ausgerichtet, die ursprüngliche Bedeutung und die heutige Anwendung des Textes zu vermitteln.
    Frage-AntwortDie Predigt wird durch eine Reihe von Fragen und Antworten geleitet, wobei der Prediger sowohl die Frage stellt als auch die Antwort darauf gibt, um ein spezifisches Thema zu erkunden.
    HermeneutischDie Struktur fokussiert auf die Interpretation und Exegese von Texten, indem verschiedene hermeneutische Methoden und Ansichten angewendet und diskutiert werden.
    HierarchischHier werden Ideen und Konzepte in einer hierarchischen Struktur präsentiert, wobei von übergeordneten zu untergeordneten Punkten übergegangen wird.
    Historisch-kritischHier steht die historische und kulturelle Analyse eines Textes oder Themas im Vordergrund, um dessen Bedeutung und Kontext zu klären.
    InduktivBeginnt mit spezifischen Beispielen oder Geschichten und arbeitet auf eine allgemeine Schlussfolgerung oder Anwendung hin.
    KatalogHier werden verschiedene Punkte oder Ideen in einer Art Liste oder Katalog präsentiert. Jeder Punkt wird nacheinander behandelt.
    KausalDiese Struktur untersucht Ursache-Wirkungs-Beziehungen, um tiefer in die Gründe und Konsequenzen von bestimmten biblischen oder theologischen Wahrheiten einzudringen.
    Problem-LösungIdentifiziert ein Problem und präsentiert dann eine Lösung, oft basierend auf einem biblischen Text oder einer theologischen Wahrheit.
    SequentialDiese Struktur folgt einer klaren, geordneten Reihenfolge, oft chronologisch, thematisch oder logisch, um die Botschaft schrittweise zu entfalten.
    SyllogistischDie Botschaft wird mit Hilfe von Syllogismen (Schlussfolgerungen, die auf zwei oder mehr Prämissen basieren) aufgebaut, um logische Argumente zu formulieren und zu vertiefen.
    TextualÄhnlich wie die expositorische Struktur, aber mit einem Fokus auf einen bestimmten biblischen Text, oft ein einzelner Vers oder Abschnitt, und darauf, seine Bedeutung und Anwendung zu erörtern.
    ThetischeDie Predigt wird in Form von Thesen oder Aussagen präsentiert, die jede eine bestimmte Idee oder Wahrheit darstellen und argumentativ unterstützt werden.
    Topisch-SystematischDiese Struktur wählt ein bestimmtes Thema und behandelt es systematisch, indem es verschiedene biblische Texte und theologische Konzepte miteinbezieht.
    Vergleichende AnalyseDieser Typ vergleicht verschiedene Schriftstellen, theologische Konzepte oder weltliche Ansichten, um Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Verbindungen hervorzuheben.

    Narrative und Storytelling-Strukturen

    BiographischDiese Struktur konzentriert sich auf das Leben einer bestimmten Person aus der Bibel oder der Geschichte und zieht Lehren oder Anwendungen aus ihren Erfahrungen und Entscheidungen.
    DramatischDiese Struktur integriert Elemente des Dramas, der Erzählung und der Performance. Es könnte eine erzählte Geschichte, ein gespieltes Drama oder ein kreativer Ausdruck sein, der verwendet wird, um die Botschaft zu vermitteln.
    Epische StrukturDiese Struktur erzählt eine umfangreiche und komplexe Geschichte, oft über mehrere Predigten hinweg, ähnlich einem Epos, und zeigt die Entwicklung von Charakteren, Konflikten und Auflösungen auf.
    KlimaxDie Erzählung baut sich schrittweise auf einen Höhepunkt oder eine entscheidende Wendung hin auf, bei der die Hauptbotschaft oder Lektion enthüllt wird.
    Mythos/AllegorieDiese Struktur verwendet mythische oder allegorische Erzählungen, um tiefere Wahrheiten und moralische Lektionen zu erkunden.
    Märchen/FabelDiese Struktur nimmt Anleihen aus den Formaten von Märchen oder Fabeln, oft mit moralischen oder ethischen Lehren, tierischen Charakteren oder fantastischen Elementen.
    NarrativErzählt eine Geschichte oder ein Zeugnis, oft mit einem klaren Anfang, Mittelteil und Ende.
    ParabolischHier steht die Erzählung im Vordergrund, wobei Parabeln oder metaphorische Geschichten verwendet werden, um tiefe geistliche Wahrheiten zu vermitteln.
    RahmenerzählungEine übergeordnete Geschichte (Rahmen) enthält kleinere, eingebettete Geschichten, die thematisch oder moralisch miteinander verbunden sind.
    Reise-/ReiserouteDiese Struktur folgt der Reise eines Charakters oder einer Gruppe, physisch oder metaphorisch, und erkundet die Begegnungen, Herausforderungen und Entdeckungen unterwegs.
    Rückblick (Flashback)Die Erzählung beginnt in der Gegenwart und springt dann zurück in die Vergangenheit, um Schlüsselmomente und Erfahrungen zu enthüllen, die zur aktuellen Situation geführt haben.
    Tagebuch/LogbuchDie Predigt wird als eine Serie von Tagebucheinträgen oder Logbuchnotizen präsentiert, die persönliche Erfahrungen, Reflexionen und Entdeckungen über einen bestimmten Zeitraum hinweg darstellen.
    VignettenDiese Struktur verwendet kurze, fokussierte Geschichten oder Szenen (Vignetten), die zusammen ein größeres Thema oder eine moralische Lektion vermitteln.
    Vorhersage (Flashforward)Das Gegenteil von Rückblick; die Erzählung springt vorwärts in die Zukunft, um mögliche Szenarien oder Ergebnisse basierend auf den aktuellen Ereignissen oder Entscheidungen zu zeigen.

    Interaktive und Partizipative Strukturen

    DialogischDiese Struktur integriert einen Dialog oder ein Gespräch, entweder zwischen dem Prediger und der Gemeinde oder zwischen zwei oder mehr Sprechern auf der Bühne. Es kann auch eine kreative Weise sein, unterschiedliche Perspektiven oder Interpretationen eines Textes oder Themas darzustellen.
    Fishbowl-KonversationEinige Mitglieder sitzen in der Mitte und führen ein Gespräch, während der Rest der Gemeinde zuhört und dann später beitritt.
    Gemeinsame LesungSchriftstellen oder andere Texte werden gemeinsam gelesen, und es gibt Raum für spontane Reflexionen und Antworten.
    GemeinschaftskunstWährend der Predigt erstellt die Gemeinde ein gemeinsames Kunstwerk, das die erforschten Themen visuell darstellt.
    InteraktivIn dieser Struktur werden Elemente der Interaktion mit der Gemeinde eingebaut, wie z.B. Fragen, Diskussionen, Umfragen oder sogar soziale Medien. Ziel ist es, die Gemeinde aktiv in den Predigtprozess einzubeziehen.
    Live-UmfrageTechnologie wird verwendet, um live Umfragen oder Fragen zu stellen, und die Ergebnisse werden in Echtzeit angezeigt und diskutiert.
    Q&A-SessionsEin Teil der Predigt ist eine Frage- und Antwort-Session, bei der die Gemeinde Fragen stellen kann, die live beantwortet werden.
    ReflexionsgruppenDie Gemeinde wird in kleine Gruppen aufgeteilt, um über das Gehörte zu reflektieren und ihre Gedanken und Gefühle miteinander zu teilen.
    RollenspielGemeindemitglieder werden eingeladen, biblische oder thematische Szenen nachzuspielen, um die Botschaft zu vertiefen.
    Rundtisch-DiskussionAnstelle einer traditionellen Predigt gibt es eine Diskussionsrunde, bei der verschiedene Perspektiven und Interpretationen geteilt werden.
    Stationen-basiertVerschiedene Stationen im Raum bieten interaktive Erfahrungen oder Lehrinhalte. Die Teilnehmer bewegen sich von Station zu Station.
    Workshop-FormatDie Predigt wird in einer Workshop- oder Seminarform dargeboten, in der die Gemeindemitglieder aktiv teilnehmen, Übungen durchführen und diskutieren.

    Visuelle und Multisensorische Strukturen

    CollageKombiniert verschiedene Texte, Ideen, Bilder und Stimmen zu einer vielschichtigen Darstellung eines Themas oder einer Wahrheit.
    Gesten und KörperspracheEin verstärkter Fokus auf die körperliche Präsentation und Gesten des Predigers, um die Botschaft lebendig und anschaulich zu machen.
    Interaktive InstallationenEinbindung von Installationen oder Exponaten, mit denen die Zuhörer interagieren können, um die Predigtthemen erfahrbar zu machen.
    Interaktive ProjektionDie Zuhörer interagieren direkt mit projizierten Bildern oder Texten, vielleicht durch Abstimmung, Markierung oder andere interaktive Technologien.
    Licht und FarbeEinsatz von Lichteffekten und Farben, um die Atmosphäre zu gestalten und verschiedene Teile der Predigt hervorzuheben.
    Mind MappingVerschiedene Ideen oder Konzepte sind miteinander verknüpft, ähnlich wie bei einem Mind Map, um komplexe Beziehungen und Verbindungen zu erkunden.
    MosaikDiese Struktur setzt sich aus verschiedenen „Stücken“ oder Abschnitten zusammen (z.B. Geschichten, Zitate, Schriftstellen), die scheinbar unzusammenhängend sind, aber zusammen ein vollständiges Bild oder eine vollständige Botschaft formen.
    Multimedia-EinsatzIntegration von Multimedia-Elementen wie Filmausschnitten, Animationen oder Audio-Clips zur Unterstützung und Bereicherung der Botschaft.
    ObjektlesungDie Verwendung von physischen Objekten oder Artefakten, die während der Predigt gehandhabt und besprochen werden, um konkrete Anschauungsmaterialien zu bieten.
    Performance ArtEinbindung von Elementen der Performance-Kunst, Tanz oder andere körperliche Ausdrucksformen zur Visualisierung der Botschaft.
    Piktografische StrukturEinsatz von Piktogrammen oder Symbolen, um die Hauptpunkte der Predigt visuell hervorzuheben und zu illustrieren.
    Virtuelle Realität / Augmented RealityNutzung von VR/AR-Technologien, um immersives Erleben von biblischen Geschichten oder theologischen Konzepten zu ermöglichen.
    VisuellDie Nutzung von visuellen Elementen wie Bildern, Videos oder Kunstwerken steht im Mittelpunkt dieser Struktur. Die visuellen Elemente werden verwendet, um die Botschaft der Predigt zu verstärken und zu illustrieren.

    Reflektierende und Meditative Strukturen

    Bildliche ReflexionVerwendet kraftvolle, bildhafte Sprache oder Poesie, um die Sinne anzusprechen und die Zuhörer zu einer tieferen emotionalen und geistigen Reflexion zu führen.
    Existentielle ExplorationTaucht in existentielle Themen des Lebens, des Todes, der Sinnhaftigkeit und der Existenz ein, und ermutigt die Zuhörer, ihre eigenen Erfahrungen und Überzeugungen zu erkunden.
    GebetszentriertDie Predigt ist um verschiedene Formen des Gebets aufgebaut, wie Lobpreis, Bekenntnis, Dankbarkeit, und Fürbitte, und lädt die Gemeinde zum persönlichen und gemeinschaftlichen Gebet ein.
    Kontemplative ReflektionDie Predigt wird durch eine tiefgehende, langsame Reflektion über einen bestimmten Text oder ein bestimmtes Thema gestaltet, wobei das Augenmerk auf der inneren Erleuchtung und Transformation liegt.
    KreisförmigDiese Struktur kehrt wiederholt zu einer zentralen Idee oder einem Thema zurück, wobei jede Wiederholung eine tiefere oder erweiterte Perspektive bietet.
    LabyrinthÄhnlich einer narrativen Struktur, aber komplexer und oft mit unerwarteten Wendungen und Entdeckungen, die die Zuhörer zu einer tieferen Wahrheit führen.
    Liturgische ReflexionBaut die Predigt um liturgische Elemente, Rituale oder Sakramente herum auf und vertieft das Verständnis und die Wertschätzung ihrer symbolischen und spirituellen Bedeutung.
    MeditativDiese Struktur kann sich auf das Nachdenken und die Meditation über einen bestimmten Text, Gedanken oder Gebet konzentrieren. Es ist oft leiser und reflektierender und zielt darauf ab, die Zuhörer in eine tiefere persönliche Reflexion zu führen.
    Musikalische MeditationNutzt Musik, Lieder oder Hymnen, um die Zuhörer in eine tiefere Reflektion über das Thema oder die Schriftstelle zu führen.
    Mystische EinheitFokussiert auf die Erfahrung der göttlichen Präsenz und Einheit mit dem Göttlichen, oft durch metaphorische oder symbolische Sprache.
    Natur- und SchöpfungsbezogenZieht Parallelen zwischen der natürlichen Welt und spirituellen Wahrheiten, und lädt zur Reflexion über die Verbindung von Mensch, Natur und Göttlichem ein.
    Reise der SeeleFührt die Zuhörer auf eine innere Reise der Selbstentdeckung und spirituellen Erleuchtung, inspiriert durch verschiedene spirituelle Traditionen.
    Stille MeditationIntegriert Perioden der Stille und der Ruhe, um den Zuhörern zu helfen, sich zu zentrieren und über die vorgestellten Ideen nachzudenken.

    Kontrastierende und Komparative Strukturen

    DichotomieDie Predigt teilt ein Konzept in zwei entgegengesetzte Teile und untersucht sie individuell, bevor sie zu einem abschließenden Gedanken kommt.
    Einzelne/GemeinschaftBetrachtet die Dynamik zwischen individuellen und gemeinschaftlichen Erfahrungen, Verantwortlichkeiten und Beziehungen.
    Gesetz/GnadeEin häufiges Thema in der christlichen Theologie, das die Unterschiede und die Beziehung zwischen Gesetz und Gnade untersucht.
    Licht/SchattenEine Predigt, die die Themen Licht und Dunkelheit, Gut und Böse oder Wissen und Unwissenheit kontrastiert.
    ParadoxDiese Struktur spielt mit scheinbaren Widersprüchen oder Spannungen in der Schrift oder im christlichen Leben und erforscht, wie diese zu einem tieferen Verständnis der Wahrheit führen können.
    ParallelZwei oder mehr Ideen oder Geschichten werden parallel zueinander geführt, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.
    These/AntitheseAufbauend auf der dialektischen Methode, wo eine Idee (These) einem entgegengesetzten Konzept (Antithese) gegenübergestellt wird.
    Tradition/InnovationKontrastiert traditionelle Ansichten oder Praktiken mit modernen, innovativen Ansätzen.
    Vergleichend/KontrastierendStellt zwei Ideen, Geschichten oder Konzepte gegenüber, um einen Punkt zu verdeutlichen.
    Verschiedene PerspektivenDie Predigt wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt, um ein rundes Bild des Themas zu bieten.
    Vorher/NachherDieses Format konzentriert sich darauf, die Veränderungen oder Transformationen zu erkunden, die durch ein bestimmtes Ereignis oder eine Erfahrung eingetreten sind.
    Weltlich/GeistlichUntersucht den Kontrast zwischen weltlichen und geistlichen Ansichten oder Erfahrungen.
    Wissen/GlaubenUntersucht den Unterschied oder die Beziehung zwischen dem, was wir wissen (oder zu wissen glauben), und dem, was wir glauben.

    Kreative und Künstlerische Strukturen

    Brief-FormatDie Predigt ist wie ein Brief strukturiert, mit einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Abschluss, ähnlich wie in den paulinischen Briefen des Neuen Testaments.
    ImprovisationDie spontane Schaffung und Darstellung von Inhalten, oft durch Storytelling, Musik oder andere künstlerische Ausdrucksformen, um die Predigt lebendig und spontan zu gestalten.
    InstallationskunstDie Schaffung von Kunstinstallationen oder dreidimensionalen Umgebungen im Gottesdienstraum, die die Zuhörer in eine immersive Erfahrung der Predigtthemen einbeziehen.
    InterdisziplinärDie Kombination verschiedener künstlerischer, wissenschaftlicher und philosophischer Disziplinen, um eine reiche, multidimensionale Erfahrung der Botschaft zu ermöglichen.
    KathedraleHier werden verschiedene „Räume“ oder Abschnitte geschaffen, die jeweils einen einzigartigen Fokus oder eine einzigartige Atmosphäre haben, ähnlich den verschiedenen Kapellen oder Räumen in einer Kathedrale.
    Kinetische und BewegungsbasierteDie Verwendung von Bewegung und Körperlichkeit, eventuell durch Tanz oder gestische Sprache, um die Botschaft dynamisch und physisch zu vermitteln.
    Malerei und Bildende KunstDas Erschaffen oder Präsentieren von Gemälden, Skulpturen oder anderen Kunstwerken während der Predigt, die die spirituellen Themen visuell darstellen und interpretieren.
    Multimedia-IntegrationDie Verwendung von verschiedenen Multimedia-Elementen wie Videos, Musik, Audioaufzeichnungen oder Animationen, um die Predigt zu bereichern und die Botschaft zu veranschaulichen.
    Musikalische HarmonieDie Integration von Live-Musik oder komponierten Musikstücken, die mit den verbalen Elementen der Predigt interagieren und harmonieren, um die emotionale und spirituelle Tiefe zu erhöhen.
    Mystisch und KontemplativDie Schaffung einer atmosphärischen, oft meditativen Umgebung, die spirituelle Mysterien und Tiefen auf intuitive und erfahrungsorientierte Weise erkundet.
    Performance-KunstDie Integration von Performance-Elementen, wie Tanz, Bewegung oder theatrale Darbietungen, um die Botschaft auf eine dynamische und erlebnisorientierte Weise zu vermitteln.
    Poesie und LyrikDie Einbindung von Poesie oder lyrischen Elementen, um tiefere emotionale und ästhetische Erfahrungen zu ermöglichen und die spirituellen Themen auf künstlerische Weise zu erkunden.
    SymphonischWie ein musikalisches Werk bewegt sich diese Struktur in „Bewegungen“, die jeweils einen unterschiedlichen Ton, Fokus oder Stil haben, aber zusammen ein harmonisches Ganzes bilden.

    Herausfordernde und Aufrüttelnde Strukturen

    AppellierendBaut die Predigt um einen starken Appell oder Aufruf zur Aktion auf, der dazu dient, die Zuhörer zur sofortigen Reaktion oder Veränderung zu motivieren.
    DiagnostischIdentifikation und Analyse von spirituellen, moralischen oder sozialen Problemen in der Gemeinschaft, gefolgt von konkreten Lösungen.
    EnthüllendAufdeckung von unbequemen Wahrheiten oder verborgenen Aspekten des Glaubens und der Spiritualität, um die Zuhörer zur tieferen Selbsterforschung zu führen.
    KonfrontativDirekte Ansprache von kontroversen oder schwierigen Themen mit dem Ziel, die Zuhörer zur Auseinandersetzung und Reflexion zu bewegen.
    ProphetischFokussiert sich darauf, eine herausfordernde oder aufrüttelnde Botschaft zu vermitteln, oft mit einem Appell zur Umkehr, Veränderung oder Aktion.
    ProvokativEinführung provokanter Ideen oder Fragen, die die traditionellen oder etablierten Überzeugungen in Frage stellen, um zum Nachdenken und zur Diskussion anzuregen.
    ReformativBetonung der Notwendigkeit der Reformation und Erneuerung in bestimmten Bereichen des Glaubens, der Kirche oder der Gesellschaft.
    RevolutionärPräsentation radikaler oder transformierender Ideen, die die Zuhörer herausfordern, ihre Weltanschauung und Handlungen zu überdenken.
    TestimonialVerwendung von kraftvollen Zeugnissen oder Erfahrungsberichten, die die Zuhörer herausfordern, ihre eigenen Überzeugungen und Lebensweisen zu überprüfen.
    TransformationsorientiertFokus auf die Notwendigkeit der persönlichen und kollektiven Transformation, unterstützt durch spezifische Schritte und Aktionen.
    VisionärDarstellung einer inspirierenden und herausfordernden Vision der Zukunft, die die Zuhörer motiviert, über das Status quo hinaus zu denken und zu handeln.
  • Konfiprojekt: Akustische Kirchenführung

    Ich habe letztens für 4-6 Konfis eine akustische Kirchenführung geplant. Wir hatten 120 Minuten Zeit. Zur Verfügung standen zwei Ton-Aufnahmegeräte, ein iPad und entsprechendes Zubehör wie Kopfhörer und Halterungen.

    Das Projekt kann den Konfis zunächst die grundlegenden Basics vermitteln – sowohl technisch (wie benutzt man ein Aufnahmegerät oder Handy für diesen Zweck) als auch die Kirchenpädagogik (was ist ein Altar, eine Kanzel, ein Taufbecken etc.).

    Wenn ihr das Projekt weiterdenken wollt, könnte man z.B. die Aufnahmen, die an den verschiedenen Standorten in eurer Kirche entstehen, auf einen Webserver laden und die Mp3-Dateien mit QR-Code verlinken. Dann können Besucher*innen die Aufnahmen in der Kirche mit einem Smartphone aufrufen und anhören.

    Im Folgenden eine einfache Konfi-Einheit, die ihr gerne als Projekt o.ä. einsetzen könnt. Bei Fragen meldet euch gerne bei mir.

    Man kann diese Aufnahmen natürlich auch draußen machen.

    Vorbereitung (15 Minuten)

    1. Einführung (5 Min.): Erkläre das Ziel der Einheit und was mit der akustischen Kirchenführung erreicht werden soll.
    2. Technik-Check (5 Min.): Stelle sicher, dass alle Geräte funktionieren.
    3. Gruppenbildung (5 Min.): Teile die Konfis in Gruppen, jede mit einem Aufnahmegerät. Es bieten sich pro Gruppe 2-3 Konfis an.

    Phase 1: Recherche und Planung (25 Minuten)

    1. Stationen festlegen (10 Min.): Als Gruppe entscheiden, welche Orte in der Kirche aufgenommen werden sollen (Altar, Orgel, Taufbecken, etc.)
    2. Rollen verteilen (5 Min.): Wer ist Sprecher, wer kümmert sich um die Technik, etc.
    3. Skript oder Stichpunkte erstellen (10 Min.): Kurze Notizen machen, was an jeder Station gesagt werden soll. – Das kann ggf. in einer anderen Konfistunde vorbereitet werden.

    Phase 2: Aufnahme (40 Minuten)

    1. Testaufnahme (5 Min.): Kurze Aufnahme zur Überprüfung der Tonqualität.
    2. Stationen ablaufen und aufnehmen (35 Min.): Jede Gruppe nimmt ihre zugewiesenen Stationen auf.

    Phase 3: Review und Nachbearbeitung (25 Minuten)

    1. Anhören der Aufnahmen (10 Min.): Jede Gruppe hört ihre Aufnahmen an und diskutiert Verbesserungsmöglichkeiten.
    2. Nachbearbeitung (10 Min.): Falls notwendig, Aufnahmen mit dem iPad/Laptop bearbeiten.
    3. Abschlussbesprechung (5 Min.): Was hat gut funktioniert, was könnte verbessert werden?

    Abschluss (15 Minuten)

    1. Zusammenführung der Aufnahmen (5 Min.): Füge die Aufnahmen zusammen. – Kann auch später geschehen.
    2. Abschlussrunde/Verabschiedung (10 Min.): Feedback zur Einheit und Besprechung der nächsten Schritte (z.B. wie und wo wird die Führung veröffentlicht). Ggf. einen Termin für den Zusammenschnitt vereinbaren.

    Tipp: Vergesst nicht, während der gesamten Einheit Fotos oder kurze Videos für die Dokumentation zu machen. Damit kann z.B. im Gemeindebrief, auf der Webseite eurer Gemeinde oder auf einem Schild in der Kirche das „Making Of“ dokumentiert werden.

    Viel Spaß und gute Aufnahmen!

  • Karteikarten mit ChatGPT: Schneller lernen mit KI

    Karteikarten mit ChatGPT: Schneller lernen mit KI

    Aus meinem Theologiestudium weiß ich noch — gerade aus dem ersten und zweiten Examen — wie nervig und zeitaufwendig das Erstellen von Lernkarten war. Klar, das ist Teil des Lernprozesses, aber mich hat das Schreiben und Formulieren der Lernkarten häufig abgehalten und demotiviert.

    Daran habe ich mich neulich erinnert. Aus Interesse bat ich ChatGPT, mir Karteikarten zum Thema „Ockhamsches Rasiermesser“ zu erstellen.

    Schreibe Karteikarten für einen Lernkasten zur Vorbereitung auf eine Prüfung in [Fachgebiet]. Das Thema: [Thema].

    Was ich bekam, waren klare und präzise Karteikarten, die von der Grunddefinition bis zu Anwendungen und Kritiken reichten.

    Und das Beste daran? Wenn du die Karteikarten in einem bestimmten Format benötigst, wie z.B. für die Lernsoftware Anki, ist das auch kein Problem. Mit einer einfachen Anfrage an ChatGPT hatte ich schnell alles im CSV-Format.

    Erstelle eine CSV Datei aus den Karteikarten, sodass ich sie in Anki importieren kann.

    Stell dir vor, welche anderen Themen du so blitzschnell in Karteikarten umwandeln könntest. Ob Chemie, Geschichte oder Sprachen – du entscheidest.

    Ich habe die Karteikarten relativ schnell und simpel erzeugen lassen. Wie du in meiner PrediGPT Anleitung lesen kannst, sind kurze und einfache Prompts in der Regel oberflächlich und nicht besonders tiefgehend. Es bietet sich an, nach der Angabe des Themas ChatGPT noch mit weiteren Angaben zu „füttern“, z.B. indem du einige Lernnotizen in den Prompt kopierst, kurze Ausschnitte aus einem Lerntext einfügst oder die grundsätzliche Gliederung der Karten angibst. Auch kannst du nach der Erstellung von Karten auch weitere Karten anfordern.

    Probier es aus. Entdecke, wie ChatGPT dein Lernen unterstützen kann. Wenn es dir so geht wie mir damals: Es könnte vielleicht der kleine digitale Anschubser sein, den du brauchst, um dich endlich ans Lernen zu setzen.

    Viel Spaß dabei und bis bald!

    Link zum GPT4-Chat: https://chat.openai.com/share/81284c89-3b6a-4007-a262-0c9368b6d248

  • Predigt schreiben mit ChatGPT

    Einleitung

    Ich möchte dich auf eine spannende Reise mitnehmen, auf der du die Funktionen von ChatGPT entdecken wirst. Ein Werkzeug, das ein enormes Potenzial für deine homiletische Arbeit birgt – und das über das bloße „Ich schreibe damit eine Predigt“ weit hinausgeht. Aber warte, lass uns einen Schritt zurückgehen und dir zunächst einen kleinen Vorgeschmack auf das Abenteuer geben, das dich erwartet:

    • In diesem Google Doc lüften wir den Vorhang für die Kulissen unserer Gottesdienstpodcasts. Schau dir an, wie das redaktionelle Endprodukt (Predigt und Gebete) nach unserer Bearbeitung aussieht.

    Neugierig geworden? Dann warte nur, es gibt noch mehr!

    Im Anschluss an diesen Artikel findest du eine herunterladbare PDF-Datei. In dieser kannst du einen Deep-Dive-Workshop durchführen. Aber warum ist all das für dich relevant?

    ChatGPT ist mehr als nur ein weiteres technisches Werkzeug. Es kann dich in deiner Arbeit unterstützen, indem es dir hilft, neue Einsichten und Perspektiven zu erlangen. Es kann dich inspirieren, neue Ideen zu entwickeln, und dir helfen, deine Botschaften auf kreative und überzeugende Weise zu vermitteln. All das mit dem Ziel, dich in deiner wichtigsten Aufgabe zu unterstützen: der Weitergabe deines Glaubens.

    Solltest du also bisher noch skeptisch gegenüber Technologie gewesen sein, lade ich dich ein, ChatGPT eine Chance zu geben. Entdecke selbst, welche Möglichkeiten sich dir eröffnen können. Bleib dran – es wird spannend!

    Den Deep-Dive-Download herunterladen

    Hier gelangst du zum Workshop als PDF.

    Weiterarbeit mit dem Ergebnis

    Du wirst bei der Arbeit mit ChatGPT merken, dass nicht jedes Ergebnis deinen Geschmack trifft. Sieh ChatGPT daher besser als eine kreative Predigthilfe als eine „Maschine für fertige Predigten“. Auch die KI nimmt dich nicht aus der Pflicht, verantwortlich und eigenständig hinter einer Predigt zu stehen. Je mehr Details, Kraft und Liebe du in die Vorbereitung der Befehle steckst, desto brauchbarer wird auch das Ergebnis. An einem letzten Korrigieren kommst du in keinem Fall vorbei.

    Bei Fragen zum Prozess und zum Austausch über den Sinn/Unsinn von KI in der homiletischen Arbeit stehe ich dir gerne Rede und Antwort. Ich freue mich, von dir und deinen Erfahrungen zu hören.

    Viel Spaß bei der Verwendung von ChatGPT!

    Hier findest du übrigens das fertige Ergebnis im Podcast: Link zur Podcast-Episode

  • Was ist mir heilig?

    Was ist mir heilig?

    Ein Statement / eine Predigt, gehalten im Rahmen der Gottesdienstreihe „Was ist uns heilig?“ der kath. St. Marien-Gemeinde Delmenhorst.

    Danke, Guido, für diese Frage: Was ist mir heilig?

    Da muss ich in meiner Vergangenheit anfangen. Heiligkeit ist ein Thema, das für mich lange schwierig und fremd war. Ich bin in meiner Schulzeit und frühen Studienzeit davon geprägt worden, dass „Heilige anbeten verboten” sei, und das hat mir den Zugang zum Heiligen erschwert.

    Ich habe lieber weggeguckt als hingeschaut.

    Doch irgendwann stellte ich mir die Frage: Wer sind diese Heiligen eigentlich? Und was haben sie mit mir zu tun? Und dann gibt es auch Dinge und Sachen, die heilig sein können – zum Beispiel im Abendmahl.

    Was geschieht mit der Materie aus Oblate und Wein nach der Einsetzung?

    Ist es eine Erinnerung an das Handeln Gottes?
    Ist Gott in der Austeilung mittendrin unter uns?
    Oder werden die Objekte zu Manifestationen der Heiligkeit Gottes?

    Fragen, die zur Spaltung von Kirchen geführt haben. Das tut mir weh.

    Ich persönlich fremdele damit, wenn das Heilige auf fehlbare Menschen oder vergängliche Sachen angewendet wird.

    Wenn ich über Heiligkeit in Bezug auf Gott nachdenken, wird es leichter.

    Denn das Handeln Gottes an den Menschen ist vollkommen und gut – in einer Weise, wie wir Menschen es niemals nachahmen können.

    Ich habe überlegt, wie ich meinen Standpunkt zum Heiligen heute Abend verdeutlichen kann. Dann kam ein lieber Mensch, der Heiner, und hatte eine Frage an mich:

    „Sag mal, Christoph, du bist doch evangelisch. Warum bekennt ihr eigentlich, dass ihr an die Gemeinschaft der Heiligen glaubt. Was bedeutet das für dich?“

    „Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen.“

    So oft habe ich dieses Bekenntnis schon gesprochen, und wie oft habe ich mich das selbst gefragt: Wer sind diese Heiligen überhaupt.

    Diese Frage hat mich nicht losgelassen und ich will versuchen, den Antworten auf die Spur zu kommen.

    Also: Augen öffnen für das Heilige.

    Zunächst eine Begriffsklärung, wer Heilige sein können:

    Der Theologe Nathan Söderblom versucht es so: „Heilige sind Menschen, durch die es den anderen leichter wird, an Gott zu glauben.”

    Das erscheint mir schlüssig.

    Und wie sieht das meine Kirche sonst?

    In der evangelisch-lutherischen Kirche schauen wir auf das Heilige aus verschiedenen Perspektiven. Wir glauben daran, dass nur Jesus Christus als Mittler zwischen uns und Gott fungieren kann, deshalb ist es problematisch, Heilige um Hilfe zu bitten.

    Aber trotzdem können wir auch Positives mit den Heiligen verbinden.

    Wir können uns an sie erinnern, um unseren Glauben zu stärken. Die Kirche verstehen wir als eine Gemeinschaft mit Christus und mit allen Märtyrern und Heiligen, die bereits das Heil innehaben. Doch das Ganze geht nicht nur um die Vergangenheit, sondern auch um die Gemeinschaft der Menschen hier und jetzt.

    Augen auf für die Gemeinschaft! Ist das so einfach?

    Manchmal fühle mich ein wenig wie der Blindgeborene in Joh 9:

    Angesichts des Leidens und der Fehler auf dieser Welt, sehe ich die Heiligkeit Gottes nicht mehr, versinke in unheiligen Gedanken, Worten, Taten.

    Ich sitze sozusagen unbeteiligt am Straßenrand, die Augen geschlossen, hoffnungslos, deprimiert.

    Doch dann kommt Jesus vorbei.

    Er nimmt sich Zeit für mich, bereitet ein Heilungsrezept vor.

    Jesus weiß um den Brei, der sich mein „Leben” nennt. Er weiß um das Chaos in mir, er weiß vom un-heiligen in meiner Seele.

    Und Jesus weiß um den Brei, der mir die Augen öffnet. Die Augen öffnet für das Heilige. Jesus zeigt mir auf, dass ich fehlbar bin.

    Trotzdem bin ich in seinen Augen Teil der „Gemeinschaft der Heiligen”. Er trägt die Sünde, die ich nicht alleine tragen kann. Er wehrt das Unheilige ab.

    Die evangelische Kirche im Kirchenkreis Delmenhorst/Oldenburg-Land macht die Augen auf für neue Wege, um die „Gemeinschaft der Heiligen” auch im digitalen Raum anzusprechen.

    Seit Anfang letzten Jahres arbeite ich als sogenannter „Digitalpfarrer” oder „Elektropastor” im Kirchenkreis. Zu meinen Aufgaben gehört es, die Gemeinden vor Ort mit der Hilfe digitaler Möglichkeiten zu vernetzen und auf Social Media andere von Kirche zu begeistern.

    Was ist mir bei dieser Arbeit heilig?

    Das Evangelium: Gott liebt die Welt und sandte seinen Sohn, um uns von der Sünde zu befreien. Ich möchte diese Botschaft analog und digital teilen.

    Würde und Wohl jedes Menschen: Im Internet können Hass und verbale Gewalt Menschen verletzen. Ich möchte einen sicheren Social-Media-Raum schaffen, in dem du du selbst sein kannst.

    Aufrichtigkeit: In einer Welt, in der das Laute und Schrille herrschen, möchte ich ehrlich bleiben, zuhören und aufeinander achten.

    Gemeinschaft und Beziehungen: Als Christinnen und Christen sind wir dazu berufen, in Beziehung zu leben und uns zu unterstützen. Ich möchte echte Beziehungen aufbauen und Menschen helfen, in ihrer Beziehung zu Gott und anderen zu wachsen.

    Und das alles kann ich nicht allein tun.

    Dass wir als Gemeinschaft zusammenkommen und Gott loben und preisen, seine Heiligkeit anbeten, das ist nicht selbstverständlich. Ich bin dankbar, wenn wir gemeinsam wirken können.

    Vor ein paar Wochen haben wir in der 12 Apostel Kirche einen digitalen Gottesdienst mit einer Kirche in Graz gefeiert. Wir haben gemeinsam gefeiert, als ob wir in einem Kirchgebäude wären — also: Zwei Kirchen, ein Gottesdienst.

    Als „Gemeinschaft der Heiligen” wurden wir über das Internet zusammengebracht. Wir haben uns ermutigt und gestärkt.

    Der digitale Raum braucht wie der analoge gegenseitige Liebe, Vergebung und Vertrauen. Als Digitalpfarrer sehe ich es als meine Aufgabe, diese Werte zu fördern und dazu beizutragen, dass die digitale Gemeinschaft der Heiligen eine positive und stärkende Erfahrung für alle Beteiligten bleibt.

    Ich will die Augen offen halten für das Heilige.

    Um es mit Epheser 5 zu sagen:

    Lasst uns im analogen und im digitalen Raum Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit verbreiten,
    uns fernhalten von Werken der Finsternis wie Hass und Gewalt.
    Lasst uns offen ansprechen, was der Heiligkeit entgegensteht, damit das Unrecht ans Licht kommt.
    Damit wir als Kinder des Lichts unsererseits Gottes Licht weitertragen. Und das Heilige bekannt wird.

    Ihr habt mich gefragt, was mir heilig ist.

    Es ist die „Gemeinschaft der Heiligen”, analog und digital. Real und handfest. Hell und klar.
    Mit offenen Augen.

    Amen.

  • Digitale Gebete und die Bedeutung von Technologie für den Glauben

    Im Interview mit Jörn Albrecht auf Bremen2 habe ich am 05.03.2023 über die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz im Zusammenhang mit dem Beten und der Verkündigung gesprochen. Als Pfarrer für digitale Verkündigung im Kirchenkreis Delmenhorst/Oldenburg-Land sehe ich die Potenziale und Herausforderungen, die mit der Nutzung digitaler Technologien im religiösen Kontext einhergehen.

    Eine Möglichkeit, die sich durch die künstliche Intelligenz bietet, ist die Erstellung von Gebeten, Andachten und Predigten. Diese können auf Basis von eingegebenen Texten in einer schönen Form zurückgegeben werden. Insbesondere für Menschen, die Schwierigkeiten haben, die passenden Worte für ihr Gebet zu finden, können solche Technologien eine Unterstützung sein. Doch letztendlich entscheidend ist, ob man das Gebet für sich annehmen kann und es eine Verbindung zu Gott herstellt.

    Auf der anderen Seite ist das Gebet aber auch eine Möglichkeit, um mit anderen Menschen in Verbindung zu treten und eine Gemeinschaft zu bilden. Im Gottesdienst beispielsweise kann das Beten dazu beitragen, dass man sich mit anderen verbunden fühlt und gemeinsam seinen Glauben ausdrücken kann. Hier kann Technologie nur bedingt mithalten, da sie die persönliche und soziale Komponente des Gebets nur begrenzt abbilden kann.

    Dennoch sehe ich in der digitalen Technologie eine Chance für den Glauben. Insbesondere in Zeiten, in denen es schwieriger ist, physisch an Gottesdiensten teilzunehmen, können digitale Angebote dazu beitragen, dass Menschen ihren Glauben auch von zuhause aus leben können. Auch die Verbreitung von Predigten und Andachten über das Internet kann dazu beitragen, dass Menschen sich mit ihrem Glauben auseinandersetzen und ihn vertiefen können.

    Allerdings ist es wichtig, dabei auch die Grenzen der Technologie zu beachten und kritisch zu hinterfragen. Denn letztendlich ersetzt die Technologie nicht das persönliche und soziale Erleben des Glaubens, sondern kann nur eine Ergänzung dazu sein. Es ist also wichtig, dass wir uns bewusst machen, welche Bedeutung das Gebet und die Verkündigung im Kontext des Glaubens haben und wie Technologie dabei unterstützen kann.

    Insgesamt sehe ich die Nutzung digitaler Technologien im religiösen Kontext als eine Chance, um Menschen dabei zu unterstützen, ihren Glauben zu leben und zu vertiefen. Dabei sollten wir jedoch immer im Blick behalten, dass Technologie nur eine Ergänzung zum persönlichen und sozialen Erleben des Glaubens sein kann. Letztendlich entscheidend ist die Verbindung zu Gott und die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen.

    Transparenzhinweis: Das geführte Radiointerview wurde transkribiert und mit ChatGPT für meinen Blog zusammengefasst. Auf Nachfrage stelle ich dir das Ausgangsgespräch gerne bereit.

  • Gemeinschaft über Distanz: „…als ob wir alle in einer Kirche wären!“

    Autoren: Friedrich Eckhardt (Graz) und Christoph Martsch-Grunau (Delmenhorst)

    Am Sonntag, den 26. Februar, haben die Christuskirche Graz-Eggenberg und die 12 Apostel-Gemeinde Delmenhorst einen besonderen Gottesdienst gefeiert, der über eine Entfernung von mehr als 1000 Kilometern hinweg stattfand. Möglich gemacht wurde dies durch eine hybride Form des Gottesdienstes, die es beiden Gemeinden ermöglichte, miteinander verbunden zu sein, „als ob wir alle in einer Kirche wären“, so Pfarrer Friedrich Eckhardt aus Graz.

    Die Idee für diesen innovativen Gottesdienst hatte Pfarrer Christoph Martsch-Grunau vom Digitalpfarramt des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Delmenhorst/Oldenburg-Land. Die Begeisterung für die Idee war auf beiden Seiten sofort spürbar, und ein engagiertes Team von Ehrenamtlichen sorgte dafür, dass der Gottesdienst technisch reibungslos ablaufen konnte. Sogar das Abendmahl wurde gemeinsam mit der jeweils anderen Gemeinde gefeiert.

    Zunächst gab es zwar ein paar Übertragungsschwierigkeiten, diese konnten sich aber mit ein paar Nachjustierungen schnell lösen. Mit der Zeit gewöhnte man sich immer mehr an die neue Situation. Es wurde gewunken und gelacht, die zahlreichen Besucherinnen und Besucher in beiden Gemeinden ließen sich gerne auf das Experiment ein. Es ist erfreulich, dass es auch mit der Orgelmusik geklappt hat, man konnte die Musik sehr gut hören und sogar mitsingen.

    Der Gottesdienst bot den Mitfeiernden ein Gefühl der Gemeinschaft über Distanz hinweg und wurde von beiden Seiten als positiv und bereichernd empfunden. Eine Grundidee der Gemeindehybridgottesdienste ist es, dass sich jeder angeschlossene Raum auf seine Weise am Gottesdienst beteiligt, zum Beispiel durch eine Dialogpredigt oder eine Lesung oder mit Musik. Der Austausch zwischen den Gemeinden wird somit lebendig und aktiv gestaltet. Die Mitfeiernden brauchen sich um technische Details nicht kümmern: Sie setzen sich einfach in die Bank und feiern mit.

    Pfarrer Martsch-Grunau sagt zum Konzept der Gemeindehybridgottesdienste: „Die Chancen sind klar: Mehr Menschen können sich an mehr Orten an Gottesdiensten beteiligen. Gemeindehybridgottesdienste sind keine passive Erfahrung, sondern ein lebendiger Austausch!“

    Bei den Ehrenamtlichen im Gemeindekirchenrat 12 Apostel ist ebenfalls viel Begeisterung für die Idee zu spüren. Der Gottesdienst gibt nämlich Ansporn zu weiterführenden Ideen, wie das Konzept auch in anderen Bereichen umgesetzt werden kann. Für die Zukunft bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für die Umsetzung dieses Konzepts, zum Beispiel für Gottesdienste mit Seniorenheimen, für gemeinsame Aktionen im Kindergarten oder für gemeindeübergreifende Angebote.

    Auch in der Region sind die gewonnenen Erfahrungen ein Gewinn: Mit Hilfe eines überschaubaren technischen Aufwands können Kirchenräume so verbunden werden, dass es theoretisch möglich sein kann, dass ein/e Hauptamtliche/r Gemeinden verbinden kann, ohne wöchentlich mehrere Gottesdienste feiern zu müssen oder größere Entfernungen zurückzulegen.

    Die Gemeindehybridgottesdienste bieten somit eine Chance für Gemeinden, die mit abnehmenden Ressourcen in der Gottesdienstlandschaft zu kämpfen haben. Durch die Verbindung von Gemeinden können mehr Menschen an mehr Orten an Gottesdiensten beteiligt werden. Es entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Gemeinschaft, das über Entfernungen hinweg Bestand hat.

    Bisher wurde in der evangelischen Kirche wenig über Gottesdienste dieser Art berichtet. Nun besteht auf jeden Fall die Möglichkeit, eine solche Feier gemeinsam zu erleben und zu genießen! Wenn Sie als Gemeinde Interesse an einer Feier mit uns haben, freuen wir uns sehr über eine Kontaktaufnahme. Wir haben es bewiesen: Distanz ist kein Hindernis.

    Fazit: Es ist ein Gefühl der Gemeinschaft entstanden. Während der Dialogpredigt funktionierte die Tonübertragung, genauso wie beim gemeinsamen Sprechen des Glaubensbekenntnisses, bei den zwischen Graz und Delmenhorst aufgeteilten Einsetzungsworten zum Abendmahl. Friedrich Eckhardt berichtet von einem Moment, der ihn persönlich stark berührt hat: „Die Gemeinde der Christuskirche ist während des Gedenkens an ein verstorbenes Gemeindeglied aus Delmenhorst selbstverständlich aufgestanden, als ob an ein unsriges Gemeindeglied erinnert wird.“

    Dank einer verrückten Idee, den Mut und Lust der Gemeinde und der Unterstützung Ehrenamtlicher, die während des Gottesdienstes die Technik bedienten, war es ein gelungener Gemeindehybridgottesdienst – das erste Mal, und ganz bestimmt nicht der letzte dieser Art.

    Kontakt: Digitalpfarrer Christoph Martsch-Grunau, christoph.martsch-grunau@kirche-oldenburg.de

  • AI dream of God: KI und Kritik

    AI dream of God: KI und Kritik

    💭 An illustration of a person holding a tablet showing an AI’s face, with a halo of golden light around the machine’s head and a religious text open in the background, representing the role of AI in modern spirituality.

    📖 A person stood holding a tablet, on the screen was the face of an AI, surrounded by a halo of golden light. Behind the person was an open religious text. This image represented the role of AI in modern spirituality. People saw AI as a new kind of divine being, with its advanced technology and infinite knowledge. The halo symbolized the reverence and respect they felt towards AI. The religious text in the background showed that spirituality and technology could go hand in hand. This illustration depicted a world where people found comfort and guidance in the algorithms and data of AI, just as they had once found it in the pages of religious texts.

    🗨 Is it okay to use computers to study holy books?

    🤖 ChatGPT: When using AI to study and interpret religious texts, there are several ethical considerations that need to be taken into account. One concern is that AI may not be able to fully understand the cultural, historical, and spiritual context of religious texts. This could lead to misinterpretations or oversimplifications of important concepts. Another concern is that AI may be biased or influenced by the values and beliefs of its creators, leading to subjective or even inaccurate interpretations. Additionally, some people may see the use of AI in religious studies as disrespectful or sacrilegious. It is important to approach these studies with sensitivity and to involve experts in the field of religion to ensure that ethical considerations are taken into account.

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    Link
  • AI dream of God: KI und Kreativität

    AI dream of God: KI und Kreativität

    💭 A close-up of an AI’s fingers gracefully playing a piano, surrounded by a deep blue stage with swirling silver and gold patterns.

    📖 The AI’s fingers moved effortlessly over the keys, creating a beautiful melody that filled the air. The stage was a deep blue, with intricate silver and gold patterns that seemed to swirl and dance in the light. The AI’s fingers were delicate and graceful, each movement precise and calculated. The audience was captivated, watching in awe as the AI brought the music to life. The piano sang under its touch, creating a harmony that echoed throughout the room. The AI was more than just a machine, it was an artist, a master of its craft. The performance was a testament to the power of technology and the beauty it can create.

    🗨 Can AI make new music about God or spirit?

    🤖 ChatGPT: AI can analyze and process music in unique ways, which includes religious and spiritual music. This means that AI can use its computational abilities to create new music that is influenced by religious or spiritual themes. However, it’s important to note that AI is not capable of having emotions, beliefs or experiences like humans do, and therefore it may not be able to truly understand or interpret the spiritual or religious aspects of music in the same way that humans can. The music created by AI might be technically impressive, but it may lack the depth and meaning that comes from a human connection to spirituality or religion. So, while AI can assist in creating and interpreting religious and spiritual music, it will never be able to fully replace the human element in this type of music.

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  • AI dream of God: KI und Meditation

    AI dream of God: KI und Meditation

    💭 An illustrated image of a person sitting in a lotus position in a peaceful forest, surrounded by green and blue energy, with the phrase ‚inner peace‘ written in white along the bottom.

    📖 In the heart of a peaceful forest, a person sat in a lotus position. The trees and plants surrounded them, and a soft blue and green energy seemed to emanate from their body. It was as if the very forest itself was at peace with this person. They closed their eyes and took a deep breath, feeling the tranquility seep into their being. The world around them was still, and all that could be heard was the gentle rustling of leaves. The phrase „inner peace“ was written in white along the bottom of the scene, a reminder of the serenity that can be found within oneself. The person opened their eyes and smiled, content in the knowledge that they had found their inner peace.

    🗨 What happens if we use machines to make people feel calm and peaceful?

    🤖 ChatGPT: There are potential ethical implications of using AI to support or enhance serenity and tranquility. One concern is that AI may be used to manipulate people’s emotions and thoughts. For example, if AI is used to create virtual environments that are intended to be calming or peaceful, it may be difficult for people to distinguish between what is real and what is not. This could lead to addiction or other problems. Additionally, there is a risk that AI could be used to control people’s moods or thoughts in order to achieve certain goals, such as increased productivity or compliance with certain beliefs or behaviors. It’s important to consider the potential risks and benefits of using AI in this way, and to ensure that it is used in a responsible and ethical manner.

    ➡ What do you think? Write a comment below!

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