Kopfhörer auf, Augen zu, und plötzlich bist du woanders: in einem verlassenen Haus, auf der Spur eines Geheimnisses, mitten in einer Geschichte. Stimmen, Musik und Geräusche reichen aus, und im Kopf beginnt ein ganzer Film.
Sechs Jugendliche aus Delmenhorst entwickeln gerade ein solches Hörspiel – in sechs Folgen, ein Jahr lang, als roter Faden ihrer Konfirmandenzeit. Sie schreiben Szenen, sprechen Rollen, nehmen Klänge auf und entscheiden gemeinsam, wie ihre Geschichte klingt. Am Ende steht eine Hörspielvorstellung im Konfirmationsgottesdienst.
Theologie trifft Hörspiel
Die Konfis begegnen biblischen Geschichten, indem sie daraus Figuren, Szenen und Dialoge entwickeln. Fragen nach Glaube, Freundschaft, Schuld oder Vergebung werden zum Material einer Geschichte, die die Gruppe gemeinsam erzählt. Das Johannesevangelium bildet dabei den Ausgangspunkt.
Seit Mai 2026 trifft sich die Gruppe in der Regel alle zwei Wochen freitags für drei Stunden im Gemeindehaus der Apostelkirche in Delmenhorst. Gemeinsam arbeiten die Konfis von den ersten Erzählideen bis zur Aufnahme, Gestaltung und Veröffentlichung.
Diese Projektseite wächst mit der Werkstatt. Sie zeigt, was bereits entstanden ist, was gerade ansteht und welche Stationen noch folgen.

Für jede und jeden eine Rolle
In der Werkstatt gibt es ganz unterschiedliche Aufgaben:
- Figuren und Szenen entwickeln
- Dialoge schreiben und überarbeiten
- sprechen, Geräusche aufnehmen und Klänge ausprobieren
- Mikrofone und Aufnahmetechnik bedienen
- bei Regie, Schnitt und Dramaturgie mitdenken
- Cover, Öffentlichkeitsarbeit und Making-of gestalten
- Arbeitsschritte planen und den Überblick behalten
So können ruhige und laute, technische und erzählerische, spontane und strukturierte Stärken zusammenkommen. Die Konfis entscheiden mit, welche Aufgaben sie übernehmen und was aus ihrer Arbeit öffentlich werden darf.
Wo wir stehen
Im Mai begann die Hörspielwerkstatt. An einem Wochenende mit dem Drehbuchautor Lars Kokemüller wählte die Gruppe zunächst einen Themenraum; später kamen passende Motive aus anderen Umschlägen frei hinzu. Die Konfis sammelten Geschichten, probierten Ideen aus, lasen und spielten – noch ohne festgelegtes Ergebnis. Erste Sätze am Mikrofon, ein erstes Ausprobieren der eigenen Stimme. Aus verschiedenen Einfällen entstanden erste Hörspielansätze.
Im Juni folgte eine Klangwerkstatt mit Ela Jackisch, in der die Gruppe Stimmen, Geräusche und Atmosphären erkundete. Klangmemory, Geräuschspiel, Emotionskarten am Mikrofon und eine gemeinsam vorbereitete Andacht mit Musik standen auf dem Programm. Die Emotionskarten funktionierten besonders gut: Gefühle wurden durch Tempo, Pause, Lautstärke und Betonung hörbar, und Musik veränderte die inneren Bilder. Die Konfis machten aktiv mit und bereiteten den Andachtsraum gemeinsam vor.
Nach den Sommerferien geht es darum, wie die Konfis selbst von ihrem Projekt erzählen möchten, um Figuren, Stimme und die nächsten Schritte zum Drehbuch.

Unser Weg
Erreicht
- 6. März 2026: Elternabend und gemeinsamer Projektstart
- 8. Mai 2026: erster regulärer Konfitag – Gruppen- und Projektauftakt
- 22./23. Mai 2026: Hörspielwerkstatt mit Lars Kokemüller – Geschichten sammeln, Ideen ausprobieren, erste Szenen entwickeln
- 5. Juni 2026: Konfitag – Kirchenraum, Geräusche und faire Produktionsregeln
- 19. Juni 2026: Klangwerkstatt mit Ela Jackisch
- 23. Juli 2026: Bewilligung der EKD-Förderung für Drehbuchentwicklung und dramaturgische Beratung
Als Nächstes
- 14. August 2026: Wie erzählen wir von unserem Hörspielprojekt? – Öffentlichkeitsarbeit und Schutz mit Uta Carstensen
- 28. August 2026: Werkstatt mit Ela Jackisch zu Figuren, Stimme und Sprechen
Danach
- Herbst und Winter: Figuren, Drehbuch und Aufnahmen
- Winter und Frühjahr: Studioarbeit, Schnitt und Tonmischung
Ziel
Samstag, 8. Mai 2027, 12:00 Uhr: Konfirmationsgottesdienst und Hörspielvorstellung in der Apostelkirche, Breslauer Straße 84, 27755 Delmenhorst.
Die regulären Konfitage finden im Gemeindehaus, Breslauer Straße 86, statt.
Die Hörspielproduktion
Die meisten Aufnahmen entstehen in Delmenhorst. Die Gruppe übt das Sprechen am Mikrofon, achtet auf Pausen, Räume und Geräusche, prüft Szenen, übernimmt technische Aufgaben und entscheidet gemeinsam über die Gestaltung.
Für Februar oder März 2027 ist eine Exkursion in ein professionelles Tonstudio geplant. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Dort soll die Gruppe erleben, wie Hörspiele professionell entstehen, und nach Möglichkeit an eigenem Material weiterarbeiten.
Am Ende wird das Hörspiel im Konfirmationsgottesdienst vorgestellt. Welche weiteren Veröffentlichungen folgen, entscheidet die Gruppe im Laufe des Projekts. Nur gemeinsam ausgewählte und freigegebene Stimmen, Bilder und Einblicke erscheinen öffentlich.
Die Geschichte
Unter dem vorläufigen Arbeitstitel „Die drei Konfis“ entsteht das Hörspiel aus Ideen der Gruppe. In der Geschichte entdecken drei Konfis bei einer Geräusche-Aufgabe rund um die Kirche eine Zeitmaschine, reisen in die Zeit Jesu und wollen ihn später retten. Die Konfis haben den Grundeinfall beigesteuert; Lars Kokemüller entwickelt daraus die professionelle Drehbuchfassung.
Werkstatt-Tagebuch
Im Werkstatt-Tagebuch erscheinen Rückblicke auf wichtige Projektschritte. Die Beiträge tragen ihr tatsächliches Veröffentlichungsdatum; das jeweilige Werkstattdatum steht sichtbar im Titel oder Vorspann.
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Eine Zeitmaschine rund um die Kirche
Drei Konfis streifen mit Mikrofonen rund um die Kirche. Sie sollen Geräusche sammeln für ein Hörspiel. Dann stolpern sie über etwas, das nicht ins Jahr 2026 gehört: eine Zeitmaschine. So beginnt die Geschichte, die sechs Konfis aus Delmenhorst in diesem Projektjahr erzählen. Der Arbeitstitel lautet „Die drei Konfis“. In sechs Episoden reisen die drei Hauptfiguren…
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Fachleute zu Gast in der Hörspielwerkstatt
Wie Expertinnen und Experten die Arbeit der Konfis bereichern Ein neuer Blick verändert eine Szene. Eine gute Frage macht ein Drehbuch schärfer. Eine erfahrene Hörerin achtet auf Tempo und Pausen – und plötzlich klingt eine Aufnahme anders. Für solche Momente laden wir Fachleute in die Hörspielwerkstatt ein. Ein Gasttermin beginnt mit etwas, das schon da…
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Die Werkstattzeit
Was an den regelmäßigen Konfitagen entsteht, auch ohne Besuche von außen Alle vierzehn Tage trifft sich die Gruppe im Gemeindehaus an der Breslauer Straße 86. Drei Stunden, ein Raum, manchmal ein besonderer Gast, manchmal die Gruppe unter sich. Hier entsteht das Hörspiel in vielen kleinen Schritten. Wie alles begann Am 8. Mai kam die Gruppe…
Menschen und Unterstützung
Christoph Martsch-Grunau leitet das Projekt als Pastor und Projektleiter. Lars Kokemüller unterstützt die Drehbuchentwicklung und dramaturgische Arbeit. Ela Jackisch bringt als Kirchenmusikerin ihre Erfahrung mit Klang, Stimme und Musik ein. Uta Carstensen begleitet einen Werkstattblock zu Öffentlichkeit und Schutz; Amy Brischkowsky wird die Jugendlichen künftig als kreativbegeisterte Begleiterin bei eigenen visuellen Ideen unterstützen.
Der EKD Digitalinnovationsfonds fördert die Drehbuchentwicklung und dramaturgische Beratung mit bis zu 2.000 Euro. Die Evangelische Kirche der Pfalz hat das Projekt 2025 mit einer Spende von 700 Euro unterstützt. Träger ist der Ev.-Luth. Kirchenverband Delmenhorst-Stuhr; Aufnahmetechnik und Datensicherung stehen aus dem kirchlichen Umfeld zur Verfügung.
Eltern und Familien begleiten das Projektjahr und erleben mit, wie das Hörspiel Gestalt annimmt.
Weitere Angaben stehen auf der Seite Förderung und Partner.
Kontakt
Projektleitung: Christoph Martsch-Grunau, Pastor und Projektleiter
E-Mail: christoph.martsch-grunau@kirche-oldenburg.de


