Die Werkstattzeit

Was an den regelmäßigen Konfitagen entsteht, auch ohne Besuche von außen

Alle vierzehn Tage trifft sich die Gruppe im Gemeindehaus an der Breslauer Straße 86. Drei Stunden, ein Raum, manchmal ein besonderer Gast, manchmal die Gruppe unter sich. Hier entsteht das Hörspiel in vielen kleinen Schritten.

Verschiedene Bildkarten liegen in der Mitte eines Stuhlkreises auf dem Boden.
Bildkarten öffnen Gespräche und bringen erste Motive in die Werkstatt.

Wie alles begann

Am 8. Mai kam die Gruppe zum ersten Mal zusammen. Der Gruppen- und Projektauftakt brachte zwei Dinge zusammen: ein Kennenlernen und die Frage, worum das Hörspiel sich drehen könnte. Die Konfis begannen, über Themen und Motive zu sprechen. Das Hörspiel war an diesem Tag noch eine offene Möglichkeit.

Zwei Konfis bedienen draußen gemeinsam einen tragbaren Audiorekorder.
Schon am ersten Konfitag entstanden draußen erste Aufnahmen.

Am 5. Juni führte ein Weg rund um Apostelkirche und Gemeindehaus. Die Gruppe suchte Geräusche, die für Szenen brauchbar sein könnten. Außerdem sprach sie über faire Produktionsregeln: Wie gehen wir mit Stimmen, Fotos und Aufnahmen um? Wer darf was verwenden? Diese Fragen gehören von Anfang an zum Projekt.

Zwei Mitglieder der Gruppe schauen von der Empore in den Kirchenraum.
Auch die Empore wurde beim Erkunden der Apostelkirche zum möglichen Hörspielort.
Zwei Mitglieder der Gruppe nehmen im Mittelgang der Apostelkirche Geräusche auf.
Im Kirchenraum suchte die Gruppe nach Geräuschen und Atmosphären für mögliche Szenen.

Was die Werkstattzeit ausmacht

Ein typischer Konfitag hat verschiedene Bestandteile: Ankommen, Arbeit am Hörspiel, Pausen und ein geistlicher Abschluss. Die Konfis hören sich Aufnahmen an, sprechen über Szenen, probieren Ideen aus. Wer schreiben möchte, schreibt. Wer lieber Technik bedient, findet dort eine Aufgabe. Wer genau zuhört und sagt, was noch fehlt, trägt genauso bei.

Zwischendurch gibt es Zeit für das, was in der Gruppe gerade wichtig ist. Das Hörspiel bleibt das gemeinsame Projekt. Zugleich ist diese Werkstatt Konfirmandenzeit: ein Ort für biblische Geschichten, eigene Fragen, Gemeinschaft und Glauben.

Warum die regelmäßigen Treffen zählen

Die besonderen Termine mit Gästen bringen neues Wissen und neue Impulse. Doch damit dieses Wissen wirkt, braucht die Gruppe Raum zum Ausprobieren. Die vierzehntäglichen Werkstatttage bieten genau das. Hier kann eine Szene noch einmal entstehen, die beim letzten Mal nicht so lief wie gedacht. Hier wächst aus einer Idee langsam etwas Hörbares.

Wenn dann eine Fachperson kommt, hat die Gruppe bereits konkrete Fragen. So helfen die Workshops am meisten: als Antwort auf etwas, das die Konfis selbst entwickelt haben.

Das Hörspiel nimmt Gestalt an

Aus den Ideen der Gruppe ist ein Arbeitstitel entstanden: „Die drei Konfis“. Drei Konfis entdecken bei einer Geräusche-Aufgabe rund um die Kirche eine Zeitmaschine, reisen in die Zeit Jesu und wollen ihn später retten. Der Drehbuchautor Lars Kokemüller entwickelt aus diesen Konfi-Ideen die professionelle Drehbuchfassung. Was dann geschieht, bleibt noch geheim.

Das Hörspiel wächst vor allem an den vielen Treffen zwischen den großen Meilensteinen. Vierzehntägig, drei Stunden, ein Raum – und eine Geschichte, die Stimme bekommt.

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