Drei Umschläge, offene Wege

Rückblick auf die Hörspielwerkstatt am 22. und 23. Mai 2026

Am Freitagnachmittag lagen drei verschlossene Umschläge auf den Tischen im Gemeindehaus. Die Konfis öffneten sie und fanden darin Geschichten aus dem Johannesevangelium: Begegnungen mit Jesus, Erfahrungen von Veränderung, Momente von Angst und Abschied. Jeder Umschlag enthielt einen eigenen Themenraum mit Textstellen, Aufgaben, Fragen und Hörspielspuren.

Was könnte daraus ein Hörspiel werden? Die Gruppe wählte zunächst einen Themenraum aus. Später kamen passende Motive aus den anderen Umschlägen frei hinzu. Manche lasen laut, andere suchten nach Geräuschen, die zu einer Szene passen könnten. Am Mikrofon probierten die Konfis erste Sätze aus. Eine Figur bekam eine Stimme. Dabei ging es noch nicht um eine fertige Geschichte. Es ging darum, zu hören, wie Worte klingen, wenn man sie spricht.

Lars Kokemüller hörte zu, fragte nach und half, aus losen Ideen erste erzählbare Ansätze zu machen. Die Entscheidungen blieben bei den Konfis. Am Samstag griffen Lars und die Gruppe das entstandene Material erneut auf. Dabei zeigte sich, welche Figuren, Konflikte und Szenen sich aus den Versuchen entwickeln ließen.

Lars Kokemüller sitzt mit mehreren Konfis an einem Tisch; gemeinsam spielen sie mit einem Holzturm.
Zum Kick-off gehörten konzentrierte Arbeitsphasen ebenso wie gemeinsames Spielen.

Das Drehbuch blieb offen, viele Produktionsfragen auch. Genau das machte den Kick-off zu dem, was er sein sollte: ein Anfang, bei dem die nächsten Schritte aus dem wuchsen, was die Konfis ausprobierten, fragten und hörbar machten.

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