Wie Expertinnen und Experten die Arbeit der Konfis bereichern
Ein neuer Blick verändert eine Szene. Eine gute Frage macht ein Drehbuch schärfer. Eine erfahrene Hörerin achtet auf Tempo und Pausen – und plötzlich klingt eine Aufnahme anders. Für solche Momente laden wir Fachleute in die Hörspielwerkstatt ein.
Ein Gasttermin beginnt mit etwas, das schon da ist: einer Szene, einer Aufnahme, einer Skizze oder einer konkreten Frage. Die Gäste teilen ihr Können, zeigen eine Methode und geben fachliche Rückmeldung. Danach entscheidet die Gruppe, was sie übernimmt, verändert oder weiter prüfen möchte. Die Konfis bleiben Autorinnen und Autoren ihres Hörspiels und treffen die entscheidenden Beschlüsse.
Lars Kokemüller begleitet die Drehbuchentwicklung und die dramaturgische Arbeit. Ela Jackisch ist Kirchenmusikerin und arbeitet mit der Gruppe an Klang, Stimme und Musik. Amy Brischkowsky wird als künftige Begleiterin visueller Ideen die Gestaltungsfreude der Jugendlichen unterstützen. Uta Carstensen bringt in einem bevorstehenden Werkstattimpuls ihre Erfahrung mit Öffentlichkeitsarbeit und Schutz ein. Jede dieser Personen hat eine andere Aufgabe. Gemeinsam ist ihnen, dass sie an vorhandenen Szenen, Aufnahmen oder Fragen der Gruppe anknüpfen.

Gäste erweitern den Blick und machen professionelle Arbeitsweisen zugänglich. Die Entscheidungen über das Hörspiel bleiben bei den Jugendlichen. Christoph Martsch-Grunau, Pastor und Projektleiter, bereitet die Begegnungen vor und sorgt für einen sicheren und freiwilligen Rahmen. Das betrifft auch den Umgang mit Fotos, Stimmen, Musik und Hörspielausschnitten. Zwischen den Gastterminen braucht die Gruppe eigene Werkstattzeit, um Rückmeldungen auszuwerten und den nächsten Schritt zu machen.
Diese Zusammenarbeit wird durch Unterstützung von außen möglich. Der EKD Digitalinnovationsfonds fördert die Drehbuchentwicklung und dramaturgische Beratung durch Lars Kokemüller mit bis zu 2.000 Euro. Die Evangelische Kirche der Pfalz hat das Hörspielprojekt 2025 mit einer Spende von 700 Euro unterstützt. Träger ist der Ev.-Luth. Kirchenverband Delmenhorst-Stuhr. Räume und Technik kommen aus dem kirchlichen Projektumfeld. Eltern und Familien begleiten das Projektjahr.
Für die Konfis steckt in einem guten Gastbesuch etwas Besonderes: Erwachsene mit Fachwissen nehmen ihre Arbeit ernst. Sie hören genau hin, teilen ihr Können und trauen der Gruppe den nächsten eigenen Schritt zu.