In diesem Konfirmandenjahr entsteht ein Hörspiel zum Johannesevangelium. Die Konfis lesen biblische Geschichten, erfinden Figuren, schreiben Dialoge, sprechen Rollen, nehmen Geräusche auf und entscheiden gemeinsam, was am Ende zu hören sein soll. So wird das Hörspiel zum gemeinsamen Lern- und Arbeitsweg.

Vom Bibeltext zur Szene
Am Anfang stand kein fertiges Drehbuch. Die Gruppe las Texte aus dem Johannesevangelium, stellte Fragen und probierte aus, wie Stimmen, Klänge und erste Dialoge zusammenwirken. Der Drehbuchautor Lars Kokemüller formt daraus Szenen und Folgen. Die Konfis bleiben beteiligt: Sie entwickeln Figuren weiter, sprechen Rollen, gestalten Klänge und entscheiden mit, was ins Hörspiel kommt.
Viele Wege, mitzumachen
Ein Hörspiel braucht mehr als Sprechrollen. Manche Konfis erfinden Geräusche und Klänge, andere bedienen Technik, wieder andere geben Rückmeldung zu Probeaufnahmen oder gestalten Bilder fürs Projekt. Die Gruppe entscheidet gemeinsam, welche Aufnahmen veröffentlicht werden dürfen. Das betrifft auch Fotos, Stimmen, Musik und Ausschnitte aus dem Hörspiel. So übernehmen Jugendliche auf unterschiedliche Weise Verantwortung.
Glaubensfragen im Erzählen
Wer eine biblische Geschichte als Hörspiel erzählt, muss genau hinhören: Wer spricht? Was verändert eine Begegnung? Welche Sichtweise fehlt? Was darf nicht vorschnell erklärt werden? Glaubensfragen tauchen in Figuren, Konflikten und Entscheidungen auf und werden hörbar, wenn die Konfis Szenen entwickeln, prüfen und überarbeiten.
Ein Weg, der noch weitergeht
Das Projekt läuft bis Mai 2027. Erfahrungen und Entscheidungen werden während des Jahres festgehalten. Nach Abschluss sollen erprobte Ideen und Materialien auch anderen Gemeinden zugänglich sein.