Ich gebe Workshops und Fortbildungen dort, wo kirchliche Arbeit digital wird. Manche Formate sind kurz und praktisch. Andere gehen tiefer und brauchen Zeit. Fast immer beginnen wir bei einer konkreten Lage: Was ist los? Was drückt? Was soll nachher leichter gehen?
Nach einem Workshop ist eine Toolliste zu wenig. Tools ändern sich schnell. Eine gute Frage bleibt länger.
Künstliche Intelligenz
KI-Workshops sind bei mir kein Einheitsformat. Die Schwerpunkte unterscheiden sich nach Praxisfeld, Verantwortung und Zielgruppe: kirchlicher Alltag, Ethik, Verkündigung, Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Seelsorge oder Fundraising brauchen jeweils andere Fragen.
KI-Grundlagen und kirchlicher Alltag
Ein Einstieg in Künstliche Intelligenz beginnt bei mir meistens mit einfachen Fragen: Was ist KI überhaupt? Was passiert beim Prompten? Warum wirken manche Antworten so überzeugend? Wo entstehen Fehler? Und woran merke ich, dass ich gerade einer Maschine mehr zutraue, als sie kann?
Danach probieren wir Aufgaben aus, die im kirchlichen Alltag wirklich vorkommen: Texte ordnen, Varianten vergleichen, Sitzungen vorbereiten, Ideen skizzieren, Entwürfe prüfen. Es geht nicht darum, möglichst schnell alles zu automatisieren. Es geht darum, urteilsfähiger zu werden.
Referenzen: Das Kirchenradio Oldenburg beschreibt meine Fortbildungsarbeit zu KI, Medienethik und digitalen Tools. Weitere Praxisbeispiele sind Formate mit dem Referat Bildung im Oberkirchenrat der oldenburgischen Kirche, dem Medienhaus Stuttgart, dem Pfarrkonvent Wesermarsch, dem Kirchenkreis Bramsche, dem Kirchenkreis Tecklenburg, dem Kirchenkreiskonvent Soltau und eine KI-Schulung für das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche der Pfalz.
KI, Ethik und kirchliche Verantwortung
Viele KI-Fragen beginnen technisch und werden schnell größer. Sie betreffen Vertrauen, Macht, Datenschutz, Arbeitsteilung, Diskriminierung und geistliche Verantwortung. Darum gehören Ethik und Recht nicht ans Ende eines Workshops, wenn alle schon müde sind.
In diesen Formaten klären wir, welche Daten in KI-Werkzeuge dürfen, wer für Ergebnisse verantwortlich bleibt und warum ein kirchlicher Text anders geprüft werden muss als ein beliebiger Werbetext.
Referenzen: Beim Bußtags-Talk „Kirche trifft KI“ in Hannover und im Vortrag „KI unter Kontrolle – Menschlichkeit bewahren“ ging es um diese ethischen und theologischen Fragen. Weitere Praxisbeispiele sind Vorträge und Workshops beim Kreispfarrkonvent Delmenhorst/Oldenburg-Land, beim Kirchenkreis Stade und im Umfeld pastoralkollegialer KI-Fortbildungen.
KI und Predigt
In diesen Workshops geht es um Predigtvorbereitung, Bibeltext, eigene Stimme und theologisches Handwerk. KI sortiert Gedanken, stellt Gegenfragen und liefert Varianten. Was in einer konkreten Gemeinde gesagt werden muss, weiß sie nicht.
Wir arbeiten deshalb mit KI als Sparringspartner. Die Verantwortung bleibt beim Menschen, der predigt.
Referenzen: Der Bericht zur Jahrestagung des Lektoren- und Prädikantendienstes im Stephansstift beschreibt die Arbeit an „Künstliche Intelligenz und Predigt“. Weitere Praxisbeispiele stammen aus Formaten mit der Erzdiözese München, dem Inselkonvent Wangerooge, dem Evangelischen Bildungshaus Bad Bederkesa, dem Kirchenkreis Osnabrück, einem Gottesdienstvorbereitungsformat in Hildesheim und dem Kirchenkreis Göttingen-Münden.
KI, Andacht und Liturgie
Andachten und liturgische Texte wirken schnell harmlos, weil sie kurz sind. Gerade deshalb lohnt die genaue Arbeit. Ein Gebet braucht mehr als korrekte Sprache. Es muss stimmen: zur Situation, zum biblischen Text, zur Sprache der Menschen und zur eigenen Verantwortung.
In Werkstätten zu Andacht und Liturgie lassen wir KI deshalb nicht einfach Texte produzieren. Wir prüfen Zugänge, Ton, Bilder, Grenzen und Überarbeitungswege.
Referenzen: Der Bericht des Lektoren- und Prädikantendienstes führt in die Nähe von Predigtarbeit und gottesdienstlicher Vorbereitung. Weitere Praxisbeispiele sind die EJH-Tagung „KI in der Kirche“ im Stephansstift Hannover und der Mentoratstag 2026; außerdem arbeite ich an Kriterien, mit denen KI-Anteile in Liturgie und Predigt erkennbar und verantwortbar werden.
KI und Öffentlichkeitsarbeit
Gemeindebrief, Pressemitteilung, Social Media, Website: Öffentlichkeitsarbeit braucht Zeit und eine klare Haltung. KI hilft manchmal über die erste leere Seite hinweg. Sie bietet Formulierungen an. Die Entscheidung nimmt sie niemandem ab.
Der eigentliche Teil beginnt danach: Passt der Text zu uns? Ist er wahr? Ist er verständlich? Klingt er nach Kirche vor Ort oder nach austauschbarem Werbetext?
Referenzen: Im Online-Seminar „KI in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ im Programm der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Tecklenburg ging es um Gemeindebrief, Bilder, Pressetexte, Social Media, Grenzen und ethische Fragen. Die Oldenburger Schulung „Social Media & KI“ richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche, die Social Media in der kirchlichen Arbeit nutzen.
KI und pastorale Identität
Hier geht es an die Grundfragen. Was macht pastorale Arbeit aus, wenn Maschinen Andachten formulieren oder Seelsorge simulieren können? Welche Tätigkeiten dürfen leichter werden? Welche dürfen wir nicht delegieren?
Diese Gespräche gehören für mich ins Zentrum, weil KI unser Selbstverständnis berührt.
Referenzen: Der Bericht zur Pfarrkonferenz im Kirchenkreis Tecklenburg beschreibt KI in der kirchlichen Arbeit, Seelsorgegrenzen, Datenschutz, Verantwortung und den Verlust eigener Sprache. Weitere Stationen dieser Linie sind das Predigerseminar Wittenberg, das Pastoralkolleg Niedersachsen „Künstliche Intelligenz – Chance oder Risiko?“ und der Kirchenkreiskonvent Soltau; theologisch arbeite ich hier auch mit Henning Luthers „Identität und Fragment“.
KI, Seelsorge und Trauerkommunikation
Trauer ist kein Experimentierfeld. Trotzdem stehen Teams im Ernstfall unter Druck: Es braucht Worte, Informationen, Abstimmung und manchmal sehr schnell eine öffentliche Kommunikation.
In diesem Format klären wir, wo KI entlasten kann und wo sie aufhört. Struktur ja. Sprachprüfung vielleicht. Erfundenes Gefühl, falsche Nähe oder ungesicherte Details: nein.
Referenzen: Beim Praxisforum Digitalisierung in Oldenburg heißt mein Vortrag „Trauerfall im Team: Wo KI bei der Kommunikation hilft – und wo sie aufhört“. Fachlich arbeite ich daran weiter in Kontexten zu KI und Seelsorge, Digital Afterlife, Datenschutz nach dem Tod und würdiger öffentlicher Kommunikation.
KI in Verwaltung, Personal und Arbeitswelt
KI betrifft Predigt, Social Media und kreative Arbeit. Sie kommt auch in Verwaltung, Personalprozesse und Arbeitsorganisation hinein: Zeugnisse, Bewerbungen, Plausibilitätsprüfungen, Protokolle, Dienstwege, Schatten-KI.
Hier geht es um eine nüchterne Frage: Welche Arbeit wird leichter, welche Verantwortung bleibt beim Menschen, und wo entstehen neue Risiken für Fairness, Datenschutz und Mitbestimmung?
Referenzen: Praxisbeispiele sind geschlossene kirchliche Formate beim Gesamtausschuss der GMAV Oldenburg und beim Fachtag Personal der Gemeinsamen Kirchenverwaltung der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Die Pfarrkonferenz Tecklenburg berührt dieselbe Frage nach Leitlinien, Verantwortung und praktischer Nutzung im kirchlichen Arbeitsalltag.
KI, Fundraising und Zielgruppen
Fundraising braucht gute Texte, aber es beginnt mit Beziehung: Wer soll angesprochen werden? Was bewegt einen Menschen zu geben? Was ist ehrlich, konkret und respektvoll?
KI hilft hier beim Unterscheiden von Zielgruppen, bei ersten Entwürfen und bei verständlicheren Projektbeschreibungen. Sie darf aber nicht so tun, als wüsste sie mehr über Menschen, als wirklich bekannt ist.
Referenzen: Die KI-Werkstatt Fundraising beim Fundraising-Tag Bremen Oldenburg 2026 fragt, wie KI Fundraising in Kirchengemeinden und Einrichtungen unterstützen kann, ohne die persönliche Beziehung zu Spenderinnen und Spendern zu verlieren.
Bildung und Praxis
Konfi-, Jugend- und Bildungsarbeit
Mit Jugendlichen über KI zu arbeiten, ist anders als eine Erwachsenenschulung. Viele haben KI längst ausprobiert. Sie kommen damit in Berührung, in der Schule, am Handy, in Bildern und Texten. Dann zählt, welche Sprache sie dafür finden und wie sie Verantwortung üben.
In Jugend- und Bildungsformaten geht es deshalb um konkrete Erfahrungen: ausprobieren, staunen, zweifeln, Grenzen merken, eigene Bilder und Texte prüfen.
Referenzen: Praxisbeispiele sind der Firmandenworkshop mit Varel, der Konfirmandenworkshop mit der Kirchengemeinde Ahlhorn, die Arbeit mit Freiwilligendiensten im Diakonischen Werk, die EJH-Tagung zu Andacht und KI, Konfi-Podcasting in Holle-Wüsting und die Herbstkonferenz der Jugendarbeit in der EKBO. Das Programm des Evangelischen Bildungshauses Rastede 2025 beschreibt das Pastoralkolleg „Künstliche Intelligenz – Chance oder Risiko?“ ausdrücklich mit Konfirmandenarbeit, Religionspädagogik und Predigtgestaltung.
Kommunikation und Audio
Social Media und Storytelling
Social Media ist für Kirche ein Ort, an dem Haltung öffentlich wird. Wir arbeiten an Zielgruppen, Formaten, Bildsprache, Barrierefreiheit und Redaktionsrhythmus.
Die leitende Frage lautet: Was soll ein Mensch nach diesem Post besser verstehen, fühlen oder tun können?
Referenzen: Die Oldenburger Schulung „Social Media & KI“ verbindet Contentplanung, Text- und Bildideen, Grenzen und ethische Aspekte. Weitere Praxisbeispiele sind „How to Insta“ und der Workshop „Kanalaufbau und Storytelling“.
Podcasting und Audio
Podcast-Workshops beginnen selten beim Mikrofon allein. Ein Podcast braucht ein Format, eine Stimme und einen Grund, warum Menschen wiederkommen. Deshalb geht es um Konzept, Aufnahme, Schnitt und Veröffentlichung. Außerdem klären wir, welche Rolle Audio in digitaler Verkündigung spielen kann.
Referenzen: Das Kirchenradio Oldenburg verweist auf Podcast- und Social-Media-Angebote, und auf elektropastor.de sind die PodPredigten dauerhaft abrufbar. Als Workshopformate gehören dazu Konfi-Podcasting in Holle-Wüsting und ein Podcastformat mit Team 40 der Landeskirchlichen Gemeinschaft Delmenhorst.
Kreativtechnik und Strategie
Kreativtechnik, Plottern und digitale Medien
Manche Technik wird erst verständlich, wenn Menschen etwas damit machen. Beim Plottern, bei KI-Bildern oder bei einfachen digitalen Produktionswegen stehen Geräte auf dem Tisch, aber schnell geht es um mehr: Ich kann etwas gestalten, zeigen, verschenken, diskutieren.
Solche Werkstätten öffnen einen anderen Zugang zur digitalen Kirche, weil Menschen mit Material arbeiten und sofort sehen, was aus einer Idee wird.
Referenzen: Praxisbeispiel ist die Herbstkonferenz der Jugendarbeit in der EKBO mit dem Workshop „KI und Schneideplottern“. An dieser Linie arbeite ich auch unter dem Titel „Plotten mit Haltung“. Auf meiner Startseite nenne ich Schneideplottern und digitale Tools als Teil meiner Fortbildungsarbeit.
Golden Circle, Strategie und Technikberatung
Manche Anfragen beginnen mit Technik: Website, Beamer, Livestream, Newsletter, Social Media. Oft liegt darunter aber eine andere Frage: Wofür machen wir das überhaupt? Wer soll beteiligt werden? Was soll nachher anders sein?
Ich arbeite gern vom Warum her. Erst wenn das klarer ist, lohnen sich Tools, Abläufe und Plattformen.
Referenzen: Praxisbeispiele sind die Golden-Circle-Fortbildung der ELKiO, Website- und Digitalstrategiegespräche, Technikberatungen für Gemeinden und verschiedene Workshopplanungen des Digitalpfarramts. Die Oldenburger Schulung „Sinnorientierte Kommunikation für Kirchengemeinden nach dem Golden Circle Modell von Sinek“ verbindet das Warum einer Gemeinde mit Social Media und Storytelling.
Und sonst?
Wenn dein Thema quer zu diesen Feldern liegt, frag gern an. Oft lässt sich aus einer konkreten Lage ein passendes Format bauen.