KI-Transparenzbericht zu PodPredigt #257 Schau nach vorn!

Predigttext: Lk 9,57-62

Datum: 8. März 2026 (Okuli) 

Format: PodPredigt (Podcast) 

Verfasser: Christoph Martsch-Grunau


Übersicht

SchrittKI-BeteiligungBeschreibung
1. ThemenauswahlkeineDer Predigttext wurde durch die Perikopenordnung vorgegeben (Okuli, Reihe II).
2. BibelstudiumintensivDer Bibeltext wurde in sieben Übersetzungen gelesen (Luther 2017, BasisBibel, Zürcher, Elberfelder, Bibel in gerechter Sprache, NA28-Grundtext, BHS). Erste Textbegegnung mit Fokus auf V.61-62 (Pflug-Wort, produktive Ambivalenz). Die historisch-kritische Exegese nutzte die lokale theologische Bibliothek im Dialog mit KI: Bovon (EKK III/1), Voigt (Homiletische Auslegung), TRE (Nachfolge Jesu), WiBiLex (Pflug/Pflügen). KI strukturierte Ergebnisse, erstellte Textsynopsen und Visualisierungen. 2 Durchgänge.
3. Nachdenken/GebetunterstütztDrei Teilschritte, alle im Dialog: (a) Meditation ausschließlich über Fragen der KI an den Verfasser — alle Inhalte stammen vom Verfasser (Fokus: Obdachlosigkeit Jesu V.58, Spannung zwischen Radikalität und Bedürftigkeit). (b) Predigtziel in 4 Gesprächsrunden entwickelt: KI synthetisierte aus Vorarbeit, bot Optionen an, Verfasser wählte Richtung und bestätigte: „Loslassen ist kein Verrat. Gottes Ruf geht nach vorne.” Zieltyp: prophetisch, persönlich + institutionell. (c) Scopus aus 3 Varianten gewählt (Pflug V.62, Obdachlosigkeit V.58, Doppel V.58+62). Verfasser wählte Pflug-Scopus: „Der Pflug ist kein moralisches Urteil, sondern physikalische Wahrheit.”Dreifacher Anti-Moralisierungs-Schutz festgelegt (Physik statt Moral, Jesus als Mitbetroffener, offenes Ende).
4. ZielgruppeunterstütztMilieu-Analyse der PodPredigt-Hörerschaft (Sinus-Profil). Webrecherche zum USA/Iran-Krieg (seit 28.2.2026). Der Verfasser traf alle Richtungsentscheidungen: Iran als kurzer Hinweis + Fürbitten, Entscheidungslähmung als primäres Hörer-Gefühl, Sunk-Cost-Fallacy auf Kirchengemeinden anwenden, produktive Unruhe als Wirkung.
5. GliederungunterstütztGliederung im Dialog entwickelt. Narratives Modell gewählt (folgt Drei-Szenen-Dramaturgie des Textes) — bewusst anderes Modell als Estomihi (induktiv). Die KI war dabei an 12 Learnings gebunden — kodifizierte Prediger-Präferenzen aus früheren Predigten, die den Gestaltungsspielraum einschränken. Dazu: Estomihi-Case als Vergleich, Homiletik-Kompatibilitätsmatrix. Ergebnis: 9 Parts, 11 Min, ausgewogene C/R-Verteilung. Vom Verfasser bestätigt.
6. IllustrationengeneriertZwei Quellen: (a) Research-Bot recherchierte automatisch 11 Quellen zu homiletisch relevanten Themen (Wohnungslosigkeit, Familiennachzug, Sunk-Cost-Fallacy, Krisenlagen) — keine manuelle Steuerung. (b) Im Dialog schlug KI pro Abschnitt Optionen vor, der Verfasser wählte sequenziell: Trichter-Montage (Iran → Wohnungslose → Kirche → Jesus), Kirchengebäude-Szene, Pflug pur, Continuing Bonds (Klass/Silverman), Wohnung der Eltern.
7. AusformulierunggeneriertKI erstellte den Erstentwurf Part für Part auf Basis aller Vorarbeiten (Gliederung, Motive, Scopus, Exegese, Meditation, Situation, Webresearch). Dabei war sie an 22 Learnings gebunden — kodifizierte Prediger-Präferenzen aus früheren Predigten, die Stil und theologische Haltung vorgeben (z.B. „keine kontrastive Negation”, „Scopus in jedem Part spürbar”, „Transfer-Parts kritisch”). Estomihi v6 als Stil-Referenz. Anti-Moralisierungs-Schutz aktiv. 3 Versionen: v2 durch mechanische Anwendung von 13 bestätigten Korrektur-Punkten, v3 (final) durch 4 weitere bestätigte Punkte aus Personas-Feedback.
8. ÜberarbeitunggeneriertUmfangreiche Überarbeitung in 2 Korrektur-Durchgängen mit insgesamt 17 einzeln besprochenen Entscheidungen (13 + 5, davon 1 abgelehnt). Schwerpunkte: Anaphern auflösen (5 Stellen), Meta-Predigt ersetzen, Aufzählung zu Szene umbauen, Schluss neu, geschlechtliche Offenheit, Griechisch auflösen, unfreiwilligen Verlust ergänzen. Der Verfasser lehnte einen Zuspruch-Schluss bewusst ab: „Lk 9,57-62 bietet keinen Zuspruch.” Theologie-Check bestanden (Status: grün). 2 Feedback-Runden mit je 10 Sinus-Milieu-Personas (Persona-Texte durch KI generiert). Die Wirkung der v2→v3-Korrekturen wurde quantitativ gemessen: Verständlichkeit, Gender-Offenheit positiv, exegetische Tiefe leicht gesunken. Aus den Korrekturen entstanden 2 neue Learnings — Regeln, die bei zukünftigen Predigten automatisch gelten.

Einordnung

Die inhaltliche und theologische Ausrichtung dieser Predigt liegt beim Verfasser. Die zentralen Entscheidungen — Kernbotschaft (prophetisch-befreiend: Loslassen ist kein Verrat), Scopus (Pflug = Physik, nicht Moral), Ablehnung eines tröstenden Schlusses für einen Text, der keinen Trost bietet — stammen vom Verfasser.

Die KI unterstützte bei vier Funktionen: Strukturierung exegetischen Materials aus theologischen Kommentaren (Bovon, Voigt, TRE, WiBiLex), Formulierungsvorschläge auf Basis der Verfasser-Entscheidungen, automatische Recherche aktueller Bezüge (Research-Bot, 11 Quellen) und Hörer-Simulation durch 10 Sinus-Personas in zwei Runden mit Wirkungsmessung. Das KI-generierte Manuskript entstand dabei nicht frei, sondern gebunden an 22 Learnings — kodifizierte Prediger-Präferenzen aus früheren Predigten. Diese Learnings entstehen, wenn der Verfasser KI-Entwürfe verändert: Die Differenz wird analysiert und als Regel für zukünftige Entwürfe gespeichert. Zwei neue Learnings kamen bei dieser Predigt hinzu.

So blieb die inhaltliche Kontrolle stets beim Verfasser. Die KI war Werkzeug, nicht Autorin.

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