Predigttext: Lk 18,31-43
Datum: 15. Februar 2026 (Estomihi)
Format: PodPredigt (Podcast)
Verfasser: Christoph Martsch-Grunau
Übersicht
| Schritt | KI-Beteiligung | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1. Themenauswahl | keine | Der Predigttext wurde durch die Perikopenordnung vorgegeben (Evangelium Estomihi, Reihe IV). |
| 2. Bibelstudium | intensiv | Der Bibeltext wurde in der Luther-Übersetzung gelesen und reflektiert. Die historisch-kritische Analyse wurde im Dialog mit KI vertieft: Strong’s-Konkordanz (G308 anablepō, G4102 pistis), Bovon EKK III/3, Kompendium feministische Lukas-Exegese (Janssen/Lamb), Predigthilfen die-bibel.de, Übersetzungsvergleich (Luther/Basisbibel/Zürcher/Elberfelder). |
| 3. Nachdenken/Gebet | unterstützt | Kontemplative Aneignung mit interaktiven Reflexionsfragen. Der Verfasser kam eigenständig zur Kernfrage “Was willst du?” als Identifikationspunkt. |
| 4. Zielgruppe | unterstützt | Hörer-Analyse basierend auf Gemeinde-Daten der PodPredigt-Hörerschaft und Sinus-Milieu-Profilen. |
| 5. Gliederung | unterstützt | Gliederung im Dialog entwickelt. KI erstellte einen Erstvorschlag (induktives Modell), danach 6 Entscheidungsrunden. Der Verfasser traf alle strukturellen Entscheidungen: Modellwahl (induktiv), Einstiegsbild (Alltags-Frage), Ich-Stimme-Verteilung, Textlesung-Zuordnung, Höhepunkt und Schluss. 3 Iterationen, 2 Versionen. |
| 6. Illustrationen | unterstützt | KI bot je 3 Beispiel-Optionen für die Christoph-Parts an. Der Verfasser wählte aus und entschied sich für eigene Erfahrungen (Gespräch unter Freunden, Pflaster-Geschichte mit der Tochter, Gebet als Frage). Anschließend im Dialog ausformuliert (7 Iterationen, je 2-3 Versionen pro Part). |
| 7. Ausformulierung | generiert | KI schrieb das Vollmanuskript im PodPredigt-Format (C/R). Drei predigt-fertige Motiv-Ausarbeitungen (C01, C05, C07) waren bereits im Dialog entstanden und wurden integriert. Die fehlenden Parts (R02, C03, R04, R06, R08, C09) generierte die KI auf Basis der bestätigten Gliederung. Übersetzung für Textlesung: Basisbibel (Entscheidung des Verfassers). |
| 8. Überarbeitung | unterstützt | Umfangreiche Überarbeitung in 5 Korrektur-Durchgängen mit insgesamt 27 einzeln besprochenen Entscheidungen. Systematische Prüfung auf Staccato-Ketten, Anaphern, Gedankenstriche und Allgemeinplätze. 6 Entwurfs-Versionen (v1-v6). Theologie-Check bestanden (Status: grün). 2 Feedback-Runden mit 5 Sinus-Milieu-Personas (Persona-Texte durch KI generiert). Der Verfasser entschied nach Runde 1 über 4 konkrete Änderungen (C07 konkretisieren, C09 offener, C05 Passions-Impuls, R08 straffen) und 5 bewusst unveränderte Stellen. |
| 9. Aufnahme | keine | Der Verfasser nahm die Predigt auf und passte beim Sprechen 7 Stellen an: Wortwahl-Nuancen, eine eingefügte Überleitung und einen Perspektivwechsel. Solche Anpassungen gehören zum normalen Sprechprozess bei der Aufnahme. |
Einordnung
Die inhaltliche und theologische Ausrichtung dieser Predigt liegt beim Verfasser. Die zentrale Entscheidung – die Frage “Was willst du?” (Lk 18,41) als Angelpunkt der Predigt – entstand in der persönlichen Meditation, nicht durch KI-Vorschlag. Ebenso stammen die persönlichen Illustrationen (Freundes-Gespräch, Pflaster-Geschichte) vom Verfasser.
Die KI unterstützte vor allem bei der Strukturierung und Ausformulierung. Der erste Vollentwurf wurde durch KI generiert, basierte aber auf einer vollständig vom Verfasser bestätigten Gliederung und drei bereits im Dialog ausgearbeiteten Schlüssel-Parts. Die anschließende Überarbeitung war intensiv: In 5 Korrektur-Durchgängen wurden 27 Einzelentscheidungen vom Verfasser getroffen – von Satzumbauten über Stilfragen bis hin zu theologischen Feinheiten. Dabei entstanden 6 neue Stil-Learnings, die der Verfasser für künftige Predigten festgehalten hat.
Die beiden Feedback-Runden mit KI-generierten Milieu-Personas dienten der Perspektivenvielfalt. Die Personas bewerteten den Text aus unterschiedlichen Lebenswelten; der Verfasser entschied, welche Anregungen er aufnahm und welche er bewusst stehen ließ.
So blieb die inhaltliche Kontrolle stets beim Verfasser. Die KI war Werkzeug, nicht Autorin.